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Monday, September 28, 2015

Kei + Colin XXVIII: Wrap this up



Colin hielt mit dem Tuch über Keis Oberschenkel inne und sah ihn an. "Bist du immun gegen Infektionen?"
"Ich hatte nie eine. Aber immun - nein. Ich kann genauso an einer unbehandelten Wunde sterben. Das dauert aber viel, viel länger. Auch müsste es viel schlimmer sein als bei einem Menschen," erklärte er. "Ich bin nicht immun, aber weniger anfällig und und robuster."
Colin schmunzelte. "Das ist ja fast niedlich, wie du versuchst, dich davor zu drücken." Er begann, das trocknende Blut um die Schusswunde herum abzuwischen, ohne die Wunde selbst zu berühren. Kei sagte dazu nichts und ließ Colin machen. Behutsam und leicht vornübergebeugt putzte Colin das ganze Blut um die Wunde herum ab, auch die Striemen, die es beim Herunterlaufen hinterlassen hatte, und faltete das Tuch danach um. Er rutsche etwas zur Seite, um sich Keis Rücken zu widmen. Er legte eine Hand sachte auf seine Schulter und putzte auch hier langsam das Blut ab. Die Menge war hier nicht der Rede wert, aber er nahm sich trotzdem Zeit dafür. Kei bewegte sich nicht um zu vermeiden Desinfektionsmittel in eine der Wunden zu kriegen. Das musste wirklich nicht sein, auch wenn das immer noch angenehmer war, als angeschossen zu werden. Als Colin endlich beschloss, dass er fertig war, legte er das blutige Tuch auf den Tisch und griff nach den Mullrollen. Kei betrachete seine saubere Schusswunde.
"Hast du die Kugel noch?" fragte er Colin. Der nickte zu dem Jeansfetzen auf dem Tisch, auf den er sie gelegt hatte, während er wieder an Keis Seite zurückrutschte.
"Kommando," sagte er, "Hosen runter."
Kei musste Schmunzeln. Er kannte das Spiel aus der Grundschule. Er zog seine Hosen bis unter die Knie.
"Reicht das so, Herr Feldwebel?"
"Sehr gut, Soldat." Er salutierte knapp und legte eine der Rollen auf die Wunde, ehe er begann, die andere abzuwickeln. "Festdrücken," befahl er. Kei drückte die Verbandsrolle gegen die Wunde. "Hast du mal einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht?"
"Klar." Er wickelte die selbstklebende Binde stramm um Keis Oberschenkel und errötete leicht. Diese Situation machte ihn etwas verlegen. "Ich wachse behütet auf, schon vergessen?"
Kei musste grinsen.
"Der Besuch vorhin ließ mich das beinahe übersehen."
"Ah ja. Nun, für Nachbarn und das Geziefer, das du so anschleppst, kann meine Erziehung nichts." Die letzten zwanzig Zentimeter der Binde strich Colin sorgfältig glatt, damit sie gut festklebte, und nutzte damit diese perfekte unschuldige Gelegenheit, den so gut wie nackten Kei an einer so privaten Stelle anzufassen, noch einmal unauffällig aus, bevor er sich aufrichtete.
Kei kommentierte das nur mit: "Angeschleppt würde ich jetzt nicht sagen." Er betrachete Colin ungeniert.
"Angelockt?" bot Colin an und beugte sich zur Seite, um nach seinem Kimono zu fischen.
"Auch nicht. Ich würde sagen, dass das gar nicht meine Schuld war." Kei zog sich seine Hosen wieder hoch.
"Von Schuld rede ich ja gar nicht. Nur davon, dass sie deinetwegen hier waren." Colin zog sich den Kimono über und schloss ihn, indem er den Obi ziemlich schnell und unbehutsam darumwickelte. "... Unseretwegen," gab er zu.
"Meinetwegen war schon richtig. Der Typ ist nicht wegen dir tot," stellte der Vampir fest und zog sich sein, noch immer feuchtes, Shirt über.
"Ohne mich hättest du aber keinen Grund gehabt, ihn umzubringen." Colin zuckte mit den Schultern. Dann blickte er zur Seite. "Oder vielleicht einen anderen..."
"Vielleicht."
Colin krabbelte an den Tisch und schloss den Verbandskasten. Danach machte er sich daran, die Teeutensilien wegzuräumen. Während er auf Kei gewartet hatte, hatte er ein bisschen aufgeräumt, aber sie standen noch immer auf dem Tisch herum.
"Und jetzt hast du seinetwegen bei deinen eigenen Leuten verschissen?" Er verstaute den Kessel, die Schachtel und alles andere wieder in der Holztruhe und klappte diese zu. Nur das benutzte Schälchen und den kleinen Feuertopf stellte er zu dem Jeansfetzen und dem Tuch auf den Tisch, wo auch noch die beiden Pistolen lagen.
"Nein. Ich denke nicht. Aber das muss ich morgen herausfinden," sagte Kei.
"Wo hast du sie hingebracht? ... Darf ich das wissen?" Colin nahm die Patrone mit zwei Fingern und sah sie sich interessiert an.
"Ich hab sie meinem Vorgesetzten gegeben. Zusammen mit dem Wagen." Kei lächelte. "Willst du sie behalten? Immerhin hast du sie aus meinem Bein gezogen."
Colin sah ihn an und lächelte sachte zurück. "Ja. Meine Münze hast du mir ja abgenommen."
Kei lachte leicht. "Du wolltest sie ja nicht rausrücken."
"Aber ich habs getan. Obwohl sie MIR vor die Füße gefallen ist. Das war Schicksal!" Er schmunzelte.
"Ungeschicktheit," setzte Kei dagegen.
Colin war amüsiert. "Du, ungeschickt? Das klingt für mich äußerst schicksalhaft. Blödheit dagegen... das würde ich noch eher glauben." Er duckte sich vorsichtshalber. Kei nahm das Dekoschwert und ließ es direkt neben Colins Gesicht zu Boden gehen. Sehr dicht neben seinem Gesicht. Vor dem Boden stoppte er. Er wollte das Schwert schließlich nicht zerstören. Colin hatte die Augen zusammengekniffen und öffnete sie vorsichtig wieder. Er hob den Kopf langsam und sah Kei erschrocken an.
"Was hat es damit eigentlich auf sich?" versuchte er abzulenken.
"Es ist eine Erinnerung an meine Mutter," erklärte Kei. Colin sah ihn ernst und gespannt an.
"Das war ihr Blut?" Scheiße, ich habe sie einfach in den Mund gesteckt...
"Ja. Sie wurde... umgebracht. Das muss beinahe zwölf Jahre her sein," sagte Kei gelassen. Colins Augen weiteten sich etwas. Er wartete aufmerksam. Kei erzählte weiter. "Ich erfuhr später, dass es mein Vater war, der sie getötet hat. Die Münze lag in der Blutlache. Ich hab sie genommen und bin weggelaufen, bevor die Polizei kam."
"Und dein Vater? Was ist mit dem passiert?"
"Keine Ahnung. Ich kannte ihn nicht und nach dem Tag hab ich ihn nie mehr gesehen."
"Hier gibt es die Todesstrafe. Wenn er verurteilt wurde, lebt er womöglich nicht mehr. Weißt du, warum ers gemacht hat?"
"Ich denke nicht, dass er verurteilt wurde. Die werden ihn nie gekriegt haben. Nein. Ich hab's mit angesehen. Aber ich weiß nicht, warum."
"Der Regen hat aufgehört." Colin starrte Kei weiter an. Kei erwiderte seinen Blick, leicht fragend. "Lass uns reingehen."
"Ja. Das ist ne gute Idee." Kei erhob sich, das Katana noch in der Hand. Colin lud sich den Verbandskasten und den Abfall auf den Arm und legte darauf zaghaft die beiden Pistolen. So stand er vorsichtig auf und ging zur Tür, die er mit dem Ellenbogen aufschob. Kei zog sich seine Schuhe an, ließ sie offen und trat nach draußen. Die Luft war noch feucht und Wasser tropfte von Blättern und co. Colin legte sich noch seine nassen Socken auf den Haufen und stieg in die Sandalen. Dann trat er die Schiebetür zu und ging zum Haus. Vor der Terrassentür zog er die Sandalen wieder aus. Er schlich barfuß durch das Wohnzimmer, den Flur und die Treppe hinauf, wohl darauf vertrauend, dass Kei die Tür selbst schließen und lautlos folgen konnte. Kei folgte dem Kleineren und schloss Teehaustür und Terrassentür hinter sich. Leise schlich er Colin hinterher.
Colin trug alles in sein Zimmer. Als er sich zu Kei umdrehte und das Schwert sah, sagte er: "Werdet ihr euch je trennen können?"
Kei schaute ihn an und dann das Schwert.
"Ja." Er legte es auf Colins Schreibtisch und steckte bei der Gelegenheit gleich sein Telefon wieder ein. "Aber einfach ist das nicht."
Colin schmunzelte. "Du darfst dafür die hier haben." Er hob ihm entgegen, was er in den Armen trug und meinte offensichtlich die immer noch ungesicherten Knarren.
"Na gut." Er nahm die beiden Glocks und sicherte sie erstmal. Dann steckte er sie in seine Schultasche. "Ein Katana hätte wirklich Stil. Das hat Spaß gemacht da draußen."
Colin grinste.
"..." sagte er und legte die blutige Patrone neben seinen Wecker. Er packte die Socken und den Müll dorthin, wohin sie jeweils gehörten, und schlich dann in das Badezimmer, um den Verbandskasten zurückzulegen.
Kei lehnte an der Fensterbank. Ein Blick auf sein Handy verriet ihm, dass es schon fast vier Uhr morgens war.
Oh... kommentierte er die frühe Uhrzeit in Gedanken und steckte das kleine Gerät wieder weg. Als Colin zurückkam, schloss er leise die Tür und riss sich den Obi herunter. Grinsend ging Kei zu ihm hinüber und ging ihm ein wenig zur Hand, indem er den Kleineren seines Kimonos entledigte. Colin errötete etwas.
"Ich kann mich allein ausziehen."
Kei grinste. "Weiß ich. Aber so geht's schneller." Er zog ihm den Kimono von den Armen. Colin sah ihn trocken an.
"Ach so, ja. Schneller ist in der Regel besser."
Kei schaute ihm in die Augen und wollte ihm gerade was erwidern, als zum bestimmt x-ten Mal sein Telefon klingelte.
Diesmal ging er dran. Ließ den Anrufer eine Weile reden.
"Erklär mir mal, warum drei bewaffnete Pisser im Garten standen. Was hatten die bitte mit Higa zu tun? .... Nein. ... Keine Ahnung... Ja... Gut... Sie sind jetzt tot... Gut, mach ich..." Er legte auf. Seufzte.
Colin hatte interessiert zugehört, während er gleichzeitig die Geigen und den Kimono wegräumte und ein T-Shirt und eine klassische Schlafanzughose unter seiner Bettdecke hervorzog. Er sah Kei an, während er sich anzog, als das Gespräch beendet war.
"Ich weiß jetzt, wer unsere Gäste waren," sagte Kei und steckte das Telefon weg.
"Toshi, Yoshi und Kobahashi," riet Colin unernst, während er sich das Hemd herunterkrempelte und zum Schreibtisch ging.
"Gute Idee, aber nein. Ihre Namen weiß ich auch nicht. Sie wollten wohl Rache üben. Das beweist, dass dein Nachbar meinen Boss nach Strich und Faden verarscht hat."
Mehr verriet er Colin nicht. Der wusste eigentlich eh schon genug, das er nicht wissen sollte. Colin setzte sich vor das Schwert und nahm es auf den Schoß.
"Und was sollst du jetzt machen?"
"Morgen aufschlagen, aber das hatte ich eh vor," sagte Kei.
"Statt Schule?" Colin zog sein Haargummi ab, legte es auf den Tisch und nahm ein Taschentuch aus der Schachtel neben der Tastatur. Er wischte damit über das Schwert.
"Tatsächlich nicht. Ich fahr erst nach der Schule dort hin."
Die Feuchtigkeit ließ sich erfreulich leicht ohne Schlieren wegputzen, und Colin setzte das Schwert mit der Spitze senkrecht auf den Boden zwischen seinen Beinen. Nachdem er den Griff für makellos genug befunden hatte, stützte er sich mit dem Unterarm darauf.
"Hast du vor, in deinen nassen Kleidern zu schlafen?"
Kei schaute ihn an.
"Nein." Er hatte nicht damit gerechnet, bei Colin zu übernachten. Etwas umständich pellte er sich aus seinen nassen Sachen und legte sie über die Heizung, damit sie trocknen konnten. Colin sah ihm beim Ausziehen interessiert zu. Kei ließ sich davon nicht ablenken. Da alle seine Kleidungsstücke nass geworden waren, zog er auch alles aus, und warf sich einfach nackt in Colins Bett. Musterte ihn von dort aus.
Colin wurde gewahr, dass er starrte und sich auf die Lippe gebissen hatte, und stand schnell auf.
"Ich hänge das Schwert wieder auf." Er ging zügig zur Tür und fuhr sich dabei mit der freien Hand durch die Haare, sodass der Zopf auseinanderfiel und als schützender Vorhang vor seinem Gesicht dienen konnte.
"Okay. Bis gleich," hatte Kei dazu zu sagen und verfrachtete seinen Körper unter die Decke, machte es sich bequem und wartete.
Colin fand im Wohnzimmer die Scheide und legte alles sorgfältig in die Halterung zurück. Nach wenigen Minuten war er wieder in seinem Zimmer angekommen, schloss leise die Tür und knipste das Licht aus. Durch die Fenster beleuchteten noch weißes, fahles Straßenlaternen- und Mondlicht den Raum. Colin kletterte aufs Bett. Kei hatte es sich bequem gemacht, aber Colin noch genug Platz gelassen.
Es ist so ruhig hier... dachte er, als Colin sich zu ihm gesellte.
"Gute Nacht."
Colin musste grinsen. "Gute Nacht," erwiderte er brav, als er unter die Decke kroch. Es war darunter nicht so warm, wie er erwartet hatte. Er drehte sich auf die Seite, Kei zugewandt, und sah ihn an. Kei lag halb auf der Seite, halb auf dem Rücken und hatte die Augen geschlossen. Er war schnell im Einschlafen. Während er einschlief, rollte er ganz auf die Seite, Richtung Colin.
"Weißt du, dass deine Augen im Dunkeln leuchten?" fiel Colin zum Schluss noch ein, als er auch einschlief.
Kei murmelte etwas, das mal ein "Ja, ich weiß." werden wollte und war kurz darauf in Reich der Träume verschwunden.


Tuesday, July 8, 2014

Superhero ... ish II

Second instalment:

II

The Shade was still only observing Jimmy, whose patience had nearly run out now.
"Is this going anywhere? Or can I be on my way now? Alone?"
The Shade's eye which was not covered by an artfully straightened strand of black hair widened a little.
"I'm not keeping you here."
Jimmy snorted.
"I know you're not keeping me. But will you stop following me now?"
She had to smirk just a tiny bit again when The Shade glanced away shyly and pulled her thin black hood a little further over her forehead.
"Of course..."
"Well, splendid!" said Jimmy, rather gruffly, as she stood up briskly. She let herself drop down from the dumpster lid on the side where she'd hid from The Shade at first, and made it a point to vanish into the very closest pair of bushes as quickly as possible.

Naturally, The Shade occupied Jimmy's thoughts for quite a while after that. For weeks, to be exact. She took to staring at random people with physiques roughly comparable to The Shade's to see if they could be she, but could never be certain whether or not she had found her out. She had a very bad memory for faces. She could talk to a person for hours on end, looking them in the face and afterwards would not be able to swear if that person had worn glasses or what their eye colour was. So that youthful face obscured by that stupid nose mask thing and a hair curtain, in the fucking dark, was kind of hard for Jimmy to identify. Once she saw a girl on the subway, was absolutely certain it was her and hid behind her book while observing her the whole time she was in view, only to learn a few minutes later that she was in a wheelchair. And quite comfortably too, as if she were used to it. That was when Jimmy actually slapped herself in public and decided to let it go. She had not been followed on her nightly escapades recently, and if The Shade never turned up again, that was that, and if she did, well, there was no need to keep looking for her.

One of the prettiest, best-kept parts of town was the financial district, of course, which was cleverly surrounded by playhouses, expensive bars, cafés, fancy restaurants, at least three hotels, the philharmonics and the priciest boutiques. Some of these adjoined a small park with lovely flowerbeds and a big fountain sculpture. There was a subway entrance right next to it and it was hemmed in with art nouveau streetlamps and young sycamores. At night, it all looked especially clean and sharp, the lights and the glittering water of the fountain, the white reflections on the windows of the old buildings and the expensive black and silver cars parked all around them all made this the ideal backdrop for a nightly walk after watching a classical play or listening to a Dvorak concert.
It was perfectly idyllic.
It really was.
Over how lovely and peaceful it all was, Jimmy almost forgot to do what she came for.
The high pitched giggling and poncey buttwagging of a heavily perfumed ... woman ... reminded her.
This particular ... person... and her male companion where just on their way to Fancy Restaurant X and doing their best to impress each other on the way, Jimmy learned by listening in from up in a chestnut tree. This tree and its immediate neighbours lined a gravel path along with several thick bushes. Their branches provided a thick canopy over the path, effectively blocking the view of the path from everywhere but its entrance and exit.
The couple entered this quiet gloom, quickening their steps. Jimmy scanned the vicinity for any potential witnesses, then leaped to a lower branch of her tree and dropped down quietly. Without trying to sneak she caught up to the two people. Only a few metres behind them, she cleared her throat loudly.
"Excuse me. Do you know what time it is?"
The woman jumped a little and they both turned around quickly, the woman holding onto his arm. The man reached into his pant pocket, presumably to take his phone out to look at the clock, but upon noticing Jimmy's clothes, started to snort.
"Look, a Taliban!"
Jimmy lifted her arms and held out her hands, the open palms pointing at their faces, and stared the woman down:
"Sleep."
She let go of the man's arm and sunk to the ground. Her companion watched this in bewilderment, not even trying to catch her fall, until
"Thank you. A pleasure doing business with you. Moron."
He stared at the empty, dark gravel path in front of him, then noticed he was holding something in his hand. It was his wallet. Denise was lying at his feet, hugging her small handbag and snoring peacefully.

Jimmy sat on the quiet edge of one of the several flat roofs of one of the many ugly public office buildings in the city centre, and chewed gum from an ancient little gum vending machine that spat out unwrapped, coloured balls for a few cents. This gum had come with a sticky rubber toy on an elastic string. Jimmy had the time of her life.
"Come out, I can hear you giggling."
The Shade approached her with crunchy steps on the gravel and stopped in a few metres distance.
"You had a busy night."
"I did." Jimmy turned and looked at The Shade, who seemed amused and a little embarrassed at the same time. She tossed the squishy, sticky rubber ball at her. Alarmed, The Shade quickly bent out of the way, but caught it in the last second and gave a soft snort.
"You rob people and use their money to buy trashy toys and sweets?"
Jimmy tilted her head and thought about it.
"Hm. In a nutshell, yes. Although I have to admit, sometimes I buy pointless shit like food and soap, too."
The Shade cocked an eyebrow - or lifted both of them, Jimmy could only see one of them, after all.
"I know. It's shameful. I should eat less, save it all and buy a tank."
The Shade laughed.
She came another step closer and put the sticky ball down on the concrete ledge of the roof before sitting down herself. This was long-winded and looked complicated, but in the end, her straightbacked, cross-legged position looked comfortable enough. Jimmy blinked slowly.
"I'm not going to attack you, or tell on you or anything like that. So can I ask something?"
"Of course."
"How did you get your powers?"
Jimmy looked her up. She seemed genuinely curious and very serious. As if this were a very personal matter to her. So Jimmy turned serious as well.
"I will not tell you."
The Shade nodded.
They looked out over the dark city.
"You said you wanted to rid the world of assholes. Did you mean that?"
"Yes."
"Then why do you rob people?"
Jimmy looked back at The Shade.
"Because I want what they have. What's your point?"
The Shade looked right back.
"Doesn't that make you an asshole?"
Jimmy smiled a little under the scarf.
"No. It makes me a robber. Being a good person and abiding the law are not the same thing, my sweet."
The Shade managed to blush.
"And I still fail to see your point. I can have the goal to get rid of assholes and still be one."
The Shade cleared her throat.
"But it would be very inconsistent."
"That is true."
Jimmy took her scarf down and blew a gum bubble.
"Show me your face," she said simply.
To her surprise, The Shade pulled her nose bandage down without hesitation.
"... Holy fuck."


Superhero ... ish I

First instalment.

I

Jimmy looked up from her pocket calendar and scanned the rooftops on the other side of the window. The tram was standing, so the movement outside had been unmistakably there, and despite the darkness outside and the light inside the car the view of the tiled roofs was fairly clear. There HAD been something black and too large for a bird, just for a moment. She kept squinting at the roofs and the chimneys and antennae up there until the tram started moving again.
Like all other information that wasn't very useful or particularly interesting, Jimmy stored this little phenomenon somewhere way back in her head where it would probably be lost for ... well, let's say forever. So she carried on as before for a few weeks.
Glass is so fragile and easy to miss at times. The one that was sitting on the edge of the kitchen table - fuck knows why people keep putting their stuff right where it's doomed to be knocked over and fall - well, Jimmy didn't anticipate it there, of course, and as she gesticulated wildly while discussing some really important political idea or other with her father, she knocked it over. It sailed over the edge and dropped, and Jimmy caught it - or she wanted to, anyway. She thought she did, though it really did seem as though it hung suspended in the air, wobbling in midair just a tiny bit, before she grabbed it.
"Well ..." she muttered, contemplating the glass as she set it down on the table again and completely forgot the point she had been trying to make five seconds ago.
Back at home, she sat down at her desk and stared at a pencil for a few seconds. Hard. Frowned, stopped staring and started glaring.

Let's leave Jimmy to her staring exercises now and turn our attention to something far more interesting.
The future.
Not the flying cars spaceship and totalitarian police state future, but rather the future taking place only a few months from now.

The figure landed behind the man with a soft thud. As it straightened up from its crouched position he turned around. He seemed surprised, but not alarmed, and when he saw the bedouinic costume the person before him was wearing, he started grinning. His mouth opened to say something, but nothing came out but spittle and blood, followed by pieces of teeth, as Jimmy slammed a fist wrapped in leather straps into his jaw.
He groaned in outraged pain and his head came back around. He staggered backwards a little and started to assume a defensive stance, but Jimmy didn't let him catch his breath and used this instant to pull the dagger from her belt, move in with lowered head like a ram and thrust the blade into his stomach, right below the ribs. She kept shoving him backwards with her head under his chin until he fell over and off her dagger with a pitiful gurgle.
She knelt to wipe the blade on his fine pink button up shirt before it was completely drenched in blood and whatever else leaked out of him now as he jerked and mewled softly. She stood, watched for a few seconds longer until she was sure he was dead, and then dashed into the closest driveway, into a dark backyard and through nightly gardens.
On the roof of the fifth row of garages she was certain she was being followed. An animal of sorts, what else could keep up?
She let herself drop down by a couple of dumpsters and made a sharp turn to the right behind one of them, where she stopped and crouched to wait for the pursuer.
Sure enough, only a few seconds later a black shape dropped down silently where she had landed a moment ago. It straightened up and stopped. It was a person, but... seemed to be sniffing around? Jimmy cocked a brow. Really now?
The figure had obviously sensed that she was still close, so there was no need to stay still any longer. Jimmy pulled herself up onto the dumpster lid and squatted there, facing the figure. They were black-clad and covered in rivets and chains. Kinky, Jimmy thought and smirked. Not that the person could see that. Jimmy's face was still covered with the scarf. The cocked eyebrow was very visible, though, and the person smiled in return. They wore a white noseband for a mask, so that eyes and mouth were visible.
"Why did you do that?" The voice had the same young, androgynously attractive qualities as the look.
"Do what?" Jimmy replied harshly. Her voice was rough and slightly muffled by the scarf.
"Kill that man."
What's it to you? Jimmy thought. "He'd bragged about beating up his dog."
The pretty person blinked.
"Also, he had horrible taste in shirts." Jimmy shrugged.
The pretty person laughed, but stopped herself at once and cleared her throat, then proceeded to size Jimmy up.
Jimmy did the same and waited patiently. This person evidently wanted something.
"Who are you?" asked the person.
Jimmy tilted her head a little. "What do I look like?"
"... To be honest, you look like Assassin's Creed meets Al Qaeda."
"Then you may call me Al the Assassin, if you like."
The person laughed again. Jimmy smiled under the scarf.
"You may regret you said that. ... Al." She gestured to her chest. "I'm The Shade."
Jimmy nodded politely. "And what does The Shade do?"
The Shade shrugged delicately and looked at a tree.
"The Shade takes leisurely strolls in the night - parkour style?" Jimmy suggested. The Shade snickered again.
"Being a shade includes following people, and appearing randomly." She turned back to Jimmy and came a step closer. "And if said people happen to take leisurely strolls through the night, I happen to do the same, yes - parkour style."
Jimmy hadn't moved yet. "And this begs the question ... why?"
The Shade affected a surprised look. "You killed someone? In a pretty gruesome way, without provocation? That's ... intriguing."
Intriguing? Now that's a comment that intrigues me, Jimmy thought with a smirk.
"I thought... I might find out why," The Shade continued with a shy glance up at Jimmy.
"I just told you why. He was an asshole," Jimmy said matter-of-factly.
"So you are an assassin and it was really not a joke?"
Jimmy shrugged. "So it would seem."
The Shade kept looking Jimmy up curiously.
"Why?"
Jimmy blinked impatiently.
"To rid the world of assholes."