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Wednesday, September 16, 2015

Kei + Colin I: Der Kleine

TEIL I
BELIEBIGE SCHULE IN TOKYO
Colin Hammerer wurde auf dem Flur angerempelt und ließ sein Buch fallen, ignorierte geübt den dämlichen Spruch des dämlichen Idioten, der keine Manieren kannte und hob sein Buch wieder auf. Dabei wischte er sich demonstrativ den Ärmel der nagelneuen Schuluniform ab. Ein nasses Blatt von seinem Mathebuch abpopelnd ging er weiter und studierte dabei die Nummern an den Klassentüren.

Nachdem Keisuke es mit lediglich der Jacke der Schuluniform und ansonsten Freizeitkleidung in das Gebäude geschafft hatte – er war sowieso schon spät dran gewesen – rannte er auf der Suche nach dem richtigen Raum den erstbesten Mitschüler über den Haufen. Da er es ziemlich eilig hatte, sah er sich nicht einmal mehr um. Irgendetwas war auf den Boden gefallen, aber das war nicht wirklich sein Problem.

Nach gelassenem Abgehen des Flures fand Colin endlich den richtigen Raum. Mittlerweile war er der einzige auf dem Schulflur, aber er rechnete sich aus, dass er es sich als neuer Schüler leisten konnte, zur allerersten Stunde zu spät zu kommen. Das war um Längen besser, als abgehetzt seinen ersten Eindruck zu hinterlassen.
Er schob sich die Haare hinter die Ohren und nickte sich selbst grimmig zu, bevor er die Tür öffnete.

Gerade noch eine Minute vor dem Unterrichtsbeginn rechtzeitig in die Klasse gekommen – oder besser gestürzt – hatte Keisuke es sich auf einem der hinteren Plätze bequem gemacht und wartete ab, was passieren würde. Er spielte an dem Ring herum, der sich mittig in seiner Unterlippe befand und besah sich gelangweilt den Raum, als sich die Tür öffnete.
Ein neuer Schüler? Warum hat niemand etwas erwähnt? Der Lehrer machte Anstalten, den Neuankömmling zu begrüßen. Der Ausländer mit den blonden Locken verbeugte sich brav vor dem Lehrer und blickte beinahe gelangweilt drein, als er als Colin Hammerer aus Schottland vorgestellt wurde.
Colin verbeugte sich auch vor der Klasse, das Mathebuch vor sich haltend, mit seinem grünen Armeerucksack auf dem Rücken.
"Hallo, ich bin Colin. Ich freue mich ... " Er guckte kurz ratlos zur Seite. "... auf das Schuljahr."
Er ließ seinen Blick kurz über die Gesichter schweifen.
Auch das noch, dachte Kei, dessen gesprochenes Englisch nun wirklich nicht gerade sehr gut war. Schließlich hatte er keine Ahnung, wie das Japanisch des Neuen war. Auf den ersten Ton gar nicht so schlecht, aber man konnte ja nie wissen.
Er würdigte den jungen Schotten kurz eines Blickes. Habe ich den nicht vorhin umgerannt?
Dieser Tatsache maß er keine weitere Bedeutung bei, jedoch wollte er nicht unbedingt, dass der Neue ihm hinterlief, nur weil er ihn schon einmal gesehen hatte. Daran glaubte er nicht.
Er wandte seinen Blick aus dem Fenster. Es war noch früh. Das Gelände sah noch friedlich aus.
Colin wurde vom Lehrer angewiesen, sich einen der Reservetische von der Rückwand zu nehmen und sich damit in eine Lücke in der hintersten Reihe zu setzen. Er nickte und folgte, selbst verfolgt von Blicken und dem obligatorischen Gemurmel, das er geflissentlich ignorierte.
Als er sein ausgesuchtes kleines Pult hingestellt hatte und seinen Rucksack daneben absetzte, erkannte er den Jungen wieder, der da neben ihm aus dem Fenster guckte. Er ließ sich auf den Stuhl fallen und murmelte dabei hörbar genervt: "Bloody brilliant."
Keisuke nahm zur Kenntnis, dass er nun einen unfreiwilligen Sitznachbarn hatte, ohne den Blick vom Fenster abzuwenden. Die morgendliche Ruhe auf der anderen Seite der Scheibe war irgendwie interessanter anzusehen. Sie lenkte ihn etwas vom Geschehen um ihn herum ab, allerdings ohne das Gemurmel seiner Mitschüler verstummen zu lassen. Der Neue, Colin oder so, schien seinen neuen Platz nicht optimal zu finden.
Ich sollte den Teufel vielleicht nicht gleich an die Wand malen... Kei war kein besonders kontaktfreudiges Geschöpf und hoffte, dass das auch für Colin galt. Das würde ihm lästige soziale Interaktion ersparen.
Nach einer Weile drehte er sich um und musterte den Neuen von oben bis unten.
Colin hatte sein Papier, Stifte, Taschenrechner und das Mathebuch – auf der richtigen Seite aufgeschlagen – zurechtgelegt und schien dem Geschehen an der Tafel ohne Schwierigkeiten zu folgen. Seine Kleidung war neu und vorschriftsmäßig, nur die Haare grenzwertig lang und nicht zusammengebunden, sonst ließ nichts auf etwaige Unangepasstheit schließen. Er wirkte nur etwas schmächtig und jung für diese Klasse. Und, natürlich, europäisch.
Er würdigte Keisuke keines weiteren Blickes und als es daran ging, die Aufgaben zu bearbeiten, machte er sich konzentriert, aber scheinbar nicht allzu angestrengt, an die Arbeit.
Dabei lugte ein rotes Band unter seinem rechten Jackettärmel hervor.
Es passte nicht so ganz zu Colins Vorzeigeoutfit. Es machte das Bild, das Kei sich von dem Neuen aufzubauen begann, kaputt.
Kei hatte weit mehr Probleme mit dem Stoff, auch wenn er ihn einigermaßen konnte und nicht den Anschluss verlor, aber sein Fall war er nicht. Eine dunkelgrüne Haarsträhne in seinem Mund bearbeitend kritzelte er seinen Block voll mit Aufgaben und Auswürfen seiner Gedanken. Er hatte eine Mischung aus blauen, schwarzen und grünen Strähnen in den Haaren. Die Lehrer hatten es aufgegeben, ihm dieses Auftreten auszureden zu versuchen.
Nach viel zu kurzer Zeit legte Colin seinen Druckbleistift hin, zog ein kleines Büchlein aus seinem Rucksack und lehnte sich damit zurück. Er machte keine Anstalten, das kleine gelbe Buch mit lateinischer Schrift zu verbergen und las seelenruhig darin, während Kei weiter über seinen Aufgaben grübelte. Zwischendurch seufzte er und malte auf seinem Block herum. Ihm war nicht nach Konzentrieren. Als er sich im Raum umsah, fiel ihm Colins Buch auf.
Na toll, der ist schon fertig. Kei versuchte zu lesen, was da in dem Buch des anderen stand. Vergeblich.
Als er sich wieder die grüne Strähne in den Mund steckte und sich zurück über seine Aufgaben hängte, sah Colin zu ihm herüber. Er schien seinen Blick bemerkt zu haben und linste seinerseits auf das Chaos auf Keisukes Schreibblock. Mit einem dreckigen Schmunzeln, das er ebensowenig zu verstecken versuchte wie sein Buch, las er gelassen weiter. Dabei rutschte ihm beim Hochhalten des Buches sein Ärmel etwas weiter herunter, sodass das rote Armband mit seiner schwarzen Aufschrift "--Freakfest 2014--" ganz sichtbar wurde.
Huh? Kei las die Aufschrift auf dem roten Festivalarmband an Colins Handgelenk. Was macht der bitte auf so einem Festival? Das kam unerwartet und riss das Nerdbild noch weiter kaputt.
"Grins nicht so dreckig," kommentierte der Japaner das Schmunzeln, das eindeutig ihm galt und widmete sich wieder seinem Mathebuch.
Colin grinste daraufhin noch breiter, nun aber mehr amüsiert als schadenfroh.
"Achte lieber mehr auf deine Arbeit als auf mein Gesicht." Er hob den Blick nicht aus seinem Buch und blätterte dabei sogar gelassen um.
"Wow, sind wir witzig," murmelte Kei und beendete das Gespräch, das eine solche Bezeichnung nicht verdiente. Irgendwie mochte er den Neuen nicht besonders.
So viel stand schon mal fest.
Der größte Teil der Mathestunde, bis zu ihrem viel zu weit entfernten Ende, war mit Papierrascheln, Schreiberkratzen und Gemurmel angefüllt, bis der Lehrer in die Hände klatschte und alle unterbrach, um der Klasse den Rest der unerledigten Aufgaben als Hausaufgabe aufzutragen.
Eine Stunde weniger. Kei notierte sich, was er nicht erledigt hatte und stopfte das Notizheft in seine Umhängetasche. Ordnung war darin nicht zu finden. Mit der gepackten Tasche, wenn man das so nennen wollte, marschierte er nach draußen. Sie hatten jetzt Pause, wenn auch keine allzu lange.
Colin blieb die paar Minuten im Klassenraum und saß bei Keisukes Rückkehr auf seinem Tisch, von Mitschülern umringt, mit denen er sich jovial unterhielt.
...
"Vielleicht könntest du Tomoko Nachhilfe geben," Ayane knuffte besagte Tomoko in die Seite und grinste.
"Sei ruhig, du kannst das genauso wenig."
"Ich kann euch allen beiden Nachhilfe geben," leistete sich Colin und erntete dafür Gelächter und irgendwoher ein Schulterklopfen.
Kei, der seine Raucherpause beendet hatte, sah seine geliebte Ruhe gestört, die er bis dahin genossen hatte, da sich nie beonders viele Menschen in die Nähe seines Sitzplatzes begeben hatten.
Ein stummes Seufzen und ein genervter Blick in Richtung der Störenfriede reichte ihm aus.
Er setzte sich. "Wie wär's wenn ihr euch verpisst? Danke."
Sein Blick ging wieder aus dem Fenster.
Ein paar ließen sich davon tatsächlich einschüchtern und gingen zu ihren Plätzen zurück, oder es lag nur daran, dass Englisch nun beginnen würde.
Colin sah zu Keisuke und dann zurück zu Ayane und Tomoko. "Er verwechselt 'hospitality' und 'hostility', scheint mir." Die beiden lachten ein bisschen und machten sich auch zu ihren Tischen zurück. Colin kletterte vom Tisch auf seinen Stuhl und tauschte Mathe- gegen Englischbuch aus.
Keisuke nahm sein Zeug hervor und tat so, als würde er dem Unterricht folgen, er schrieb lediglich das nötigste und sah lustlos auf die Tafel und immer mal im Raum umher. Colin ignorierte er einfach. Nahm nebenbei zur Kenntnis, dass dieser tatsächlich Japanisch konnte und kaute auf seinem Lippenpiercing herum, während er sich wünschte, dass der Schultag entweder enden oder spannender werden würde.
Während Englisch durfte Colin ein bisschen öffentlich von sich erzählen und tat dies roboterhaft, mit geübter Begeisterungslosigkeit, bearbeitete die Aufgaben genauso schnell wie in Mathematik und vertrieb sich so gut wie die ganze Zeit weiter mit seinem Buch, bis es endlich zur Mittagspause läutete.
Am Ende der Stunde, Kei hatte seine Aufgaben gerade mal angefangen, meldete er sich ab. Schenkte dem Lehrer einen mehr als tödlichen Blick und musste daraufhin keine Proteste befürchten. Dass die Pause sowieso gleich anfangen würde, war ihm gleich. Er hatte nicht vor, an diesem Tag wieder zurückzukehren.

Am Abend desselben Tages stieg Colin um kurz vor sieben Uhr vor der Konzerthalle in der Innenstadt aus einer schwarzen Limousine, begleitet von einer mit engem, langem Kleid, Seidenschal und langen Handschuhen bekleideten Dame, die ihm nach dem Aussteigen gleich das schicke Jackett zurechtklopfte. Er nahm den Geigenkasten entgegen, den der Fahrer ihm reichte, und entwand sich sichtlich genervt seiner Mutter.
Kei, der sich gerade sein Abendessen besorgt hatte, stand über dem Blutbad in einer dunklen Gasse nahe eines Straßenstrichs, der sich unweit eines Konzertsaales befand. Er nahm dem Toten neben dessen Blut auch sein Geld ab. Verbrannte die Papiere, die er bei sich getragen hatte. In einem dunklen Club ging er sich die Hände waschen und bestellte einen Drink.
Ihm war ein Werbeflugblatt für ein klassisches Konzert über den Weg geflattert.
-- Tschaikowskys Traumtänzer--
  • Adrian Mills-Cohen -
  • Kaori Yamagata -
  • Colin Hammerer -
  • Sarah Wu -

Kei dachte nach, über den Flyer den er gesehen hatte. Da stand tatsächlich der Name des Neuen drauf. Zufall? Wohl kaum. Und klassische Musik war nicht gerade eine seiner Begeisterungen. Davon gab es sowieso wenige. Aber es wäre etwas, das er tun könnte um die ewige Zeit totzuschlagen.
Er zahlte seinen Drink mit dem geraubten Geld und warf das Glas einfach an die Wand hinter dem Tresen.
Draußen ging er umher, sich darüber wundernd, dass ihm niemand hinterherlief.

Auf dem Dach der Konzerthalle gab es ein Glasdach, auf dem der junge Mann sich niederließ. Neben einem offenen Fenster. Colin würde nie erfahren, dass er tatsächlich dorthin gekommen war um sich den anderen beim Spielen anzuhören.

Colin hörte dem Pianisten und der Cellistin bei ihrem angeregten Privatgespräch zu, weil er nunmal danebensaß, und starrte dabei auf das Schaltpult, das da an der Wand hing und von dem aus man die Kulissen und Lichter bedienen konnte.
Noch fast zehn Minuten bis sie rausdurften. Und dann erstmal stimmen. Und dann endlich für eine gute Stunde kein Zombie sein. Er umarmte gelangweilt seine Geige.

Nach dem Stimmen auf der riesigen Bühne kam der Dirigent unter Applaus ebenfalls heraus und begann damit, das Orchester und die vier Solisten vorzustellen. Sarah Wu habe bereits dies und das gemacht, Adrian Mills-Cohen gerade geheiratet - Extra-Applaus! - und würde bald eine Professur in New York antreten, blah blah, Colin Hammerer habe mit seinen 14 Jahren schon mit He Wang Bao und Gerhard Oppitz gespielt und man solle sich nicht durch sein zartes Alter und die unschuldige Erscheinung hinters Licht führen lassen sondern ihm erst einmal zuhören.
Dann begann endlich die Musik. Erst hob das Orchester an, und nach und nach setzten dann die Soli ein und wechselten sich ab.
Colin lächelte die ganze Zeit. Das machte er nicht mit Absicht. Er schloss zwischendurch die Augen und wand sich mit der Geige durch die Musik der anderen Solisten, als ob sie greifbar wäre und sich wie lange Schleifen über die Bühne schlängelte.

Kei war geplättet. So jung hätte er Colin nicht geschätzt. Er hatte dessen Vorstellungsmonolog vor der Klasse einfach ignoriert.
Trotzdem hörte er dem Gespielten zu und legte sich auf dem Dach hin. Das war sogar gar nicht mal unbequem. Beobachten tat er ihn nicht. Stattdessen sah er sich um. Natürlich konnte er seinem Mitschüler auch den Tag verderben. Er fand eine Münze in seiner Tasche. Blutverschmiert. Die konnte er ihm nicht einfach in die Geige fallen lassen. Dann eben nicht heute.
Er hörte dem Kleinen lieber weiter zu. Geige spielen konnte er. Das klang schön. Warum war er nie zuvor auf ein klassisches Konzert gegangen?
Keisuke begann, mit der blutigen Münze zu spielen und warf sie hoch, fing sie wieder auf und so weiter.
Von der Musik abgelenkt vergaß er die kleine Münze irgendwann. Sie musste herunterfallen - direkt vor Colins Füße.

Colin runzelte die Stirn und hielt kurz inne, als die Münze vor ihm vom Parkett abprallte und machte instinktiv einen Schritt zurück. Der Bogen kratzte mit einem unschönen Kreischen über die Saiten, als ihm die Münze ins Gesicht sprang.
Das Orchester spielte professionell weiter, doch aus dem Publikum waren ein paar überraschte Geräusche zu hören, und Sarah Wu, die gerade kein Solo hatte, ging besorgt zu Colin, der sich verwirrt über das Gesicht wischte und nachsah, ob eine Saite gerissen war. Die Cellistin sprang derweil spontan für ihn ein und nahm seine fallengelassene Melodie mit ihrem viel tieferen Instrument gekonnt auf.

Kei machte kurz ein Uppsgesicht trauerte seiner blutigen Münze hinterher.
Hörte den unter ihm Spielenden aber weiterhin zu.

Colin bemerkte die Münze, hob sie auf und steckte sie schnell ein, als Sarah Wu sein Gesicht nach Kratzern untersuchte. Sie nickte ihm zu, er nickte zurück und spielte bei seinem nächsten Einsatz weiter. Bei den ersten Takten klatschten einige Zuhörer kurz.

Kei, der seinen blutigen Talisman sehr mochte, wollte diesen natürlich wiederhaben und sah so gar nicht ungern, dass Colin die Münze einsteckte. 



Hier geht es zum zweiten Teil.

Wednesday, November 26, 2014

Superhero ... ish IX


IX

Mr. Westphal rubbed his cool forehead. Something much bigger was occupying his mind, burdening it, but he still took passing notice of how dry it was. He had expected to be sweating with stress, anxiety, even fear, which would have seemed more natural to him in his current state.
With a slight shudder that might have been imagined, he laid the folded newspaper down by the telephone on his desk. His secretary, Mrs. Kuhn, had browsed the paper for anything she deemed important or interesting enough for him to read, as she usually did when her own schedule allowed it, and had found something.
Yes, indeed she had.
Westphal eyed the offending neon post-it by the article.
The mutilated corpse of Martin Fitz had been found in a dumpster in the city. That was not what Westphal had intended when they had all agreed on 'silencing' him. Fitz had to be taken out of the way and rendered harmless. The drug-and-rape coup had seen to that. Killing him this gruesomely and allowing his body to turn up this soon, and in this manner, did their purpose a great disservice. The set up with his niece had been tasteless enough, and this murder was just so far beyond reason that it was plain stupid. He had already been discredited, so why go any further and torture Fitz to death, and risk everything by diverting the attention of the law away from him? They were going to look for his murderer now, and they would scrutinize the goings-on in the company that had only recently let him go.
This was very bad.
What to do?
Westphal stared at the abstract painting on the far wall of his office. The others would stay apprehensive, prepare for feigning ignorance and quietly cover their tracks wherever they could. Some would scramble and run. Some would attempt both – cover up sloppily and bow out more or less elegantly.
But they would all be investigated.

"But he didn't want to! He was forced -" The woman sobbed and sat back down, covering her face with her hands.
How cliché, thought Jimmy.
"It doesn't matter," she said coolly, "He still did it. He raped her. I really don't care why or how. He raped your daughter."
The rapist's suffering sister sobbed again.
"Look, it wasn't only his fault. But don't absolve him. He did it."
The crying woman did or said nothing more, so Jimmy, feeling out of place, decided it was about time for her to leave. She turned around to the terrace door.
"The others are not getting away," she promised on the way out.
This was so tedious. People were tedious. Intrigues and the plots of the powerful were tedious. Jimmy's sighs had become so frequent during the last few nights and days that her scarf was almost damp at times. It could all be so simple, she lamented inwardly. At least she could afford tending to this irritating tedium now. She was almost set to leave her original identity behind and let ordinary Jimmy fade into oblivion. Missing a few more lectures and seminars would only help the process along.
Now she had to do a different kind of homework. Which companies were involved and how, who were the people responsible, the leaders, who the lackeys, who had done what exactly... and all that without being an economist or computer expert.
By the time she returned home the prospect of weeks of tiresome footwork and poking around in strange papers had her so grim that she rued not stopping by the old foundry or the building site to exercise and blow off some steam.
Why don't I just kill everyone? Anyone that high up in global industries like that is bound to have skeletons in their closet. Or at least a superbly rotten character. But if she did that, she would never know all that really happened, and she could not be sure that she got to every last one of the shits who were involved. She would have to break into offices and snoop around carefully enough to – no... what if she could get a hold of just one of them... and make them crack? She would not even have to let on how little she knew about this matter. Just plant some fear into a dull but greedy mind that knew horror, and drop one single name.

Mr. Westphal was sweating now. Or rather, he had been. His hands and forehead were clammy and he shuddered frequently. His office was dark. It was just past eleven, the beautiful antique clock on his crystal coffeetable said. It had just chimed daintily eleven times. By now, no one but a handful of security guards would be left in the building. And they had no reason to patrol up here.
The cloaked figure on his leather sofa shifted and leaned forward.
Jimmy yawned.
She stood up and walked around the low table and towards the big, comfortable chair in the middle of the room, in which the nondescript suit sat. She walked past him, checking if his eyes were awake and aware, wandered around him and let a finger trail his collar while she did. It almost disgusted her, but unfortunately, tactile sensation was an important factor in inducing terror effectively. She let her hand rest on his shoulder and looked down at him.
"Mr. Westphal," she said quietly, "I love stories." Her eyes bore into him and he was made aware again of the unpleasant fact that he could not move. Not that squirming would have helped him in any way.
It was mildly unsettling that this young woman masked herself, but it was also reassuring. If she hid her face from him there was a good chance that he was not supposed to die in this encounter. Fitz had apparently fallen victim to a murdering psychopath, and he cared little for becoming one himself.
"Tell me one. About yourself... and Martin Fitz." She turned away and let go of his shoulder. Westphal swallowed. He found that he could move his head. Of course. He was supposed to speak now. But he would not. He had not even made up his mind about what to tell the police once they would come knocking, let alone... that. Whatever she was. She had telekinetic powers and had somehow got in here unseen, but this would not cow him into giving everything up to her.
Jimmy had not expected him to talk this soon, with no motivation. Without sparing him a glance, she levitated the large painting down from the wall and before her to look at it more closely. It was not covered by a glass pane and had only the original rough wooden beams at the back of the canvas for a frame. It was impossible to make out its colours and details in this gloom, but that hardly mattered. She wanted to make a point by letting the canvas hover in front of her in midair while keeping the suit enthralled without so much as looking at him.
"Take your time," she said, "I've got more than you can imagine."
Something cracked, and one side of the painting's wooden frame floated away to settle gently on the soft grey carpet.
"Of course, yours is considerably shorter."


TBC