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Friday, July 14, 2017

Kei + Colin XCI: Zum zweiten ersten Mal



Kei schlenderte zurück zu Colin. Bei ihm angekommen sagte er ruhig: „Ich darf nicht mitkommen.“
Colin war nun angezogen, also in Schlafanzughose und T-shirt, und saß im Schneidersitz auf dem Bett. Er musterte Kei, soweit ihm das in der Dunkelheit möglich war. Bis auf drei Stück auf dem Nachttisch waren alle Kerzen aus, aber die ruhige Musik lief noch.
Er nickte.
„Dennis sagt, er braucht mich hier. Aber ich werde von mir hören lassen.“ Kei ließ sich vor Colin auf den Boden fallen, sodass er saß und schaute zu ihm hoch. Colin zuckte mit den Schultern.
„In ein paar Wochen bin ich wieder da,“ sagte er leise.
„Ich weiß. Ich kriege die Zeit schon rum.“
Colin hielt sichtlich ein Schmunzeln zurück. Relativ erfolglos.
„Jaja, lach mich aus.“ Kei lächelte leicht. Es machte ihm nicht groß was aus, Colin anlügen zu müssen. Er würde das früh genug richtig stellen.
Nun grinste Colin unverhohlen. „Ich lache dich nicht aus,“ sagte er leise. Er war wirklich nicht belustigt. Sondern sehr, auf eine interessante neue Art, gerührt und verzückt. Dieses prickelnde Schwindelgefühl meldete sich zurück.
„Schon klar.“ Kei musterte Colin vom Boden aus. Der sah ihn weiter scheinbar amüsiert an, aber mit einem sehr warmen Blick, und stützte das Kinn auf eine Hand, die er sich dabei ein bisschen vor den Mund hielt, indem er auf seinen Daumen biss. Kei musterte ihn weiter. „Wann fährst du jetzt eigentlich?“
Schulterzucken.
„Übermorgen wahrscheinlich. Oder den Tag danach. Ich brauche ja erst die Uniform und Bücher und so.“
„Okay.“ Nicht viel Zeit 'ne Wohnung zu finden.
„Warum sitzt du da auf dem Boden? Müffel ich?“ Nun schmunzelte Colin wirklich.
Kei lachte. „Soll ich mich lieber auf dich werfen?“
Noch ein Schulterzucken, diesmal elegant gekünstelt. „Du bist eh kurz davor. Warum also noch mehr Zeit verschwenden?“
Kei grinste. Er stand auf und ließ sich auf Colin fallen. „So besser?“ Colin fiel lachend zurück.
„Au. Du bist kantig.“
„Dafür entschuldige ich mich nicht.“
„Warum nicht? Ich habe mich an dir geschnitten, da!“ Er hielt einen Arm hoch und zeigte auf eine völlig unversehrte Stelle über der Armbeuge.
„Lügner, da ist gar nichts,“ sagte Kei schmunzelnd, nachdem er die Stelle begutachtet hatte.
„Du siehst nur, was du sehen willst,“ sagte Colin seufzend und ließ den Arm fallen. „Du hast mich tief verletzt,“ schmachtete er affektiert und drehte mit leidendem Ausdruck den Kopf zur Seite. Kei musste sich das Lachen verkneifen. Grinsend biss er Colin eine kleine Wunde in die Halsbeuge.
„Jetzt ist da was.“
„Ah, spinnst du? Das tat wirklich weh.“ Stirnrunzelnd wischte Colin sich über die Stelle. Es blutete nur ein bisschen.
„Ach was, das ist nur ein Kratzer.“
„Das hat richtig geknackt, Mann,“ beschwerte er sich. Sein prüfender Finger hatte nur einen winzigen Blutschmier, aber er stirnrunzelte Kei beleidigt an, während sich die Wunde schon wieder schloss. Kei lachte.
„Das muss ich überhört haben.“ Er küsste Colin.
Bevor er darüber nachdenken konnte, erwiderte Colin den Kuss gierig und schlang die Arme um Keis Nacken.
Die zwei Tage, die er noch mit Colin hatte, mussten bestens ausgenutzt werden. Kei erhielt den Kuss aufrecht und setzte sich vernünftig auf den Kleineren, was bequemer war als halb auf ihm zu liegen. So musste er feststellen, dass Colins Körper nicht begriffen hatte, dass sein Besitzer eine gewisse Sache eigentlich noch aufschieben wollte. Er wand sich unter Kei und rutschte unwillkürlich ein wenig so herum, dass aus der Bequemlichkeit etwas drängenderes wurde, während er sich eigentlich nur voll auf Keis Lippen und Zunge konzentrierte. Kei grinste ein bisschen und schob Colins T-shirt nach oben. Der schien darauf gar nicht zu reagieren, sondern saugte nur weiter an Keis Lippe und dem Ring darin. Das war dem Vampir für den Moment ganz recht. Er biss Colin auf die Unterlippe und erkundete dessen Oberkörper mit einer Hand, ohne dabei Anstalten zu machen, ihm das Shirt ganz auszuziehen. Mit einem privaten Lächeln ließ Colin ihn los, um das gleiche zu tun. Praktischerweise hatte Kei ja nichts als ein Paar zerfetzte Jeans an. Er hörte aber nicht auf, ihn zu küssen. Er wollte dabei langsam sein, aber es ging nicht.
Das konnte noch eine Weile so weitergehen. Absichtlich bewegte Kei sich ein bisschen. Colins Atmung wurde hastiger und als er feststellte, wie offensichtlich er mit seinen eigenen Beckenbewegungen auf Kei reagierte, murmelte er wie betrunken: „Das haben wir bestimmt schon hundertmal gemacht,“ gegen Keis Lippen.
„Ich hab nicht mitgezählt,“ entgegnete der grinsend.
Wenn sich das Blut in Colins Körper nicht gerade woanders konzentriert hätte, wäre er vermutlich sehr rot geworden. Er hielt Kei irgendwo am Rücken fest.
„Kannst du so tun...“ murmelte er heiser und sah zu, dass sein Gesicht dicht genug an Keis lag, dass der ihn nicht direkt ansehen konnte. Er schien Schwierigkeiten zu haben, den Satz zu beenden.
Kei schaute erst fragend, dann fragte er: “So tun, als was?“
Colin sah an Kei und sich hinunter und dann, als ihn das zu stark am Denken hinderte, ein bisschen zur Seite.
„... Als ob... wir nicht... Ich habe nämlich nicht...“
Kei musste ein bisschen schmunzeln. Was auch immer Colin wollte, es würde nichts ändern. Der Vampir wusste, dass Colin sich nicht mehr daran erinnern konnte, was sie beide gehabt hatten bevor Dennis sein Gedächtnis gelöscht hatte. Er wartete darauf, dass Colin den Satz beenden würde.
Tat er aber nicht. Er ließ Kei nur los, um sich die Hände vors Gesicht zu halten und sich frustriert ächzend auf die Seite zu drehen, soweit das unter Kei eben ging, ohne diesen köstlichen Druck auf seinen Schritt wegzuschieben. Jemandem, mit dem man schlafen wollte, zu beichten, dass man Jungfrau war und bitte auch mit Samthandschuhen angefasst werden wollte weil man anscheinend bescheuerte Märchenvorstellungen von Sex und so weiter hatte, wäre schon schlimm und peinlich genug, aber gleichzeitig zu wissen, dass man eben schon bestimmt zigmal keine Jungfrau mehr war, und mit eben genau derselben Person...
„This is so messed up,“ stöhnte er in seine Hände.
„Nur, weil du dir den Kopf zerbrichst.“ Kei lächelte und blieb auf Colin sitzen. Das Umdrehen dürfte dem Kleineren nicht schwer gefallen sein, angesichts der Tatsache, dass Kei nicht schwer war.
Kopf zerbrechen... Die Alternative wäre, richtig peinlich zu sein, wenn ich einfach alles sagen würde, was mir einfällt... Er sah Kei an, ein bisschen niedergeschlagen oder genervt vielleicht. Aber das würde dir nichts ausmachen, oder? Er hatte ja eigentlich nichts zu verlieren. Er wusste schon, dass Kei in ihn verliebt war und riskierte wohl nichts, wenn er einfach direkt wäre.
Er musterte Kei angestrengt.
Aber wenn ich in der verlorenen Zeit anders war, also wie ich wirklich bin, dann werde ich zu einer anderen Person wenn ich mich jetzt anders verhalte, weil ich mich sicher wähne-
„Du kannst mich nicht schockieren. Egal, was du sagst – oder was du denkst das ich nicht weiß,“ kommentierte Kei Colins Gedanken und musterte ihn. Colin guckte ihn verwirrt an.
„Was?“
„Denk halt nicht so laut.“
Colin riss die Augen auf und holte Luft. „Telepathie ist - nicht - erlaubt!“ rief er, indem er Kei dreimal schubste. Kei lachte.
„'Tschuldigung.“ Das meinte er nicht wirklich ernst. Er fand es gut, Colins Gedanken mitzubekommen. Auch wenn er das nicht immer absichtlich machte. Colin setzte sich auf und rutschte dabei weit genug zurück, um sich nicht selbst eine Kopfnuss mit Keis Kinn zu verpassen.
„Wenn du weißt, was ich gedacht habe, weißt du ja auch, was ich sagen wollte, also frag nicht so scheinheilig.“ Er wirkte ein wenig genervt und ziemlich peinlich berührt, aber nicht wirklich wütend. Kei schmunzelte bloß. Colins Gedanken auszublenden musste er noch lernen. Das wollte er zwar nicht unbedingt, aber lernen musste er es trotzdem.
„Hilft es, dass ich gefragt habe, bevor ich das wusste?“
Vor lauter Verlegenheit sah Colin jetzt doch fast wütend aus und konnte nichts sagen, sondern schubste Kei nur wieder.
Lach nicht, du Arsch.
Kei ließ sich nach hinten fallen. So sah Colin sein amüsiertes Gesicht wenigstens nicht. Colin wartete ein bisschen und guckte unschlüssig herum, ehe er wieder etwas sagen konnte. Nachdem er sich geräuspert hatte.
„... Ähm, und... willst du noch?“ Ohne Kei anzusehen. Kei, der seine unbequem aussehende Position nicht änderte, nickte, was Colin nicht sehen konnte.
„Ja.“ Colin konnte man fast als niedlich beschreiben, wenn Kei das Konzept von Niedlichkeit geläufig wäre.
„Und, ähm... räusper ... du kannst - würdest du... ja?“
Kei schmunzelte immer noch. „Okay.“
Colin musste verlegen grinsen und wischte sich über das Gesicht. „... Tut mir Leid...“
„Du kannst nichts dafür.“
„Doch. Ich bin sehr umständlich. Entschuldige. Das muss für dich so lästig sein.“
„Wieso? Ich bin doch schuld daran. Lästig wären ganz andere Sachen.“
„Woran bist du schuld? Reden wir von derselben Sache?“ Colin beugte sich vor, um Kei anzusehen.
„Ich bin schuld daran, dass du dein Gedächtnis los bist.“ Keis Blick lag zwischen Colins Gesicht und der Zimmerdecke.
„Wie meinst du das?“ Colin zog sich das T-shirt aus und warf es auf eine Ecke des Bettes. „Dennis hat gesagt, dass ich gefährlich war und er es darum machen musste.“
„Weil ich gesagt habe, dass er's tun soll.“
„Und warum hast du das getan?“ fragte Colin im Konversationston.
„Weil das die einzige Möglichkeit war, dass du nicht völlig durchdrehst... oder draufgehst.“
„Dann ist es doch unnötig, von Schuld zu sprechen, oder?“ sagte Colin mit einem sanften Lächeln und öffnete Keis Hose. Der Knopf war sowieso offen gewesen, also zog er nur ohne Umschweife den Reißverschluss auf. „Dann muss ich dir ja dankbar sein. Und trotzdem mache ich dir jetzt Umstände.“ Schulterzucken.
„Das nennst du Umstände.“ Kei lächelte.
Wieder zuckte Colin mit den Schultern. „Wenn ich mich plötzlich ziere, obwohl du schon hundertmal mit mir geschlafen hast, das ist... das würde mich an deiner Stelle vielleicht nerven. Das sollte alles vielleicht einfacher machen, aber es ist irgendwie doppelt peinlich... weil ich mir jetzt selbst Konkurrenz machen muss oder so.“ Stirnrunzelnd und nachdenklich kroch er über Kei, um ihn ernst anzusehen. „Ich verstehe das hier nicht ganz. Du?“
„Nein. Ich glaube, das ist auch nicht nötig.“ Kei musterte Colin, da ihm das jetzt wieder möglich war. „Wieso sollte mich das nerven, ich hab doch Zeit genug.“ Wenn er irgendetwas hatte, dann war es Zeit.
Colins Gesicht entspannte sich merklich.
„... Ich frage mich nur, ob ich jetzt anders bin. Ich weiß nicht, ob ich mich genauso verhalte wie du mich kennst. Wenn nicht - das könnte - also, sollte ich versuchen, der gleiche zu sein-“
„Du bist wie du. Nur ohne die ganzen Dinge, die passiert sind.“
„Ja. Und das macht dir nichts aus?“
„Es ist schade, dass du dich an einiges nicht erinnerst, aber da ich das nun nicht ändern kann, wieso sollte ich daran verzweifeln?“
„Nicht verzweifeln.“ Colin legte eine Faust sachte auf Keis Brust, wie in einem sanften Zeitlupenschlag. „Du könntest nur sehr enttäuscht sein, oder... irgendwie... abgetörnt.“
„Frustriert vielleicht. Manchmal.“ Kei sortierte seine Beine etwas um, da es allmählich unbequem wurde drauf zu liegen. Colin machte ihm Platz dafür und kniete nun zwischen seinen Beinen. Er richtete sich wieder auf. Er nickte.
„Wenn das alles ist... ist es gut,“ sagte er und kam sich dabei lahm vor. Ich habe das Gefühl, als müsste ich dich irgendwie trösten oder bei der Stange halten.
Bloß nicht. Das wäre merkwürdig. Kei lächelte und zog Colin wieder zu sich herunter um ihn zu küssen. Der machte es sich dankbar lächelnd auf und teilweise neben Kei gemütlich, um seinem neuen Hobby genüsslich nachzugehen. Er mochte, wie vertraut Keis Körper seinem eigenen vorkam, obwohl er ihn gerade noch kennenlernte. Kei hielt den Kleineren fest und vertiefte den Kuss.
Breathe. Breathe. Stop huffing. Breathe. Don't moan. Just breathe normally. Shit. I'm passing out.
„... you dizzy...?“ murmelte Colin sachte.
„Nope,“ entgegnete Kei leise.
„Really... but it's really good...“
Kei musterte Colin. „Nicht bewusstlos werden.“
Er schüttelte langsam und sehr high lächelnd den Kopf, ehe er Kei wieder küsste, und zwar langsam und sehr genüsslich. Leicht grinsend erwiderte Kei den Kuss. Colins Oberschenkel lag auf und auch in Keis Schritt und hielt wie der Rest von ihm nicht gerade still, obwohl er seine Lage nicht wechselte. Scheinbar versuchte er, sich durch Osmose in Kei hineinzuschmelzen oder ihn in die Bettdecke zu drücken. Zwischen dem Einsatz von Zungenspitze und Zähnen flüsterte er irgendwann: „Jetzt wirklich.“
„Ich weiß.“ Mit der freien Hand machte Kei sich daran, Colin seiner Hose zu entledigen. Eilig hatte er es damit nicht. Nach einem kurzen, wohligen Schaudern half Colin mit. Er hatte es eigentlich eilig, aber versuchte, sich zurückzuhalten. Der Weg ist das Ziel. Was Kei gerade machte, musste ausgekostet werden. Er machte bisher genau das, worum Colin gebeten hatte und irgendwie kitzelte das überall unter seiner Haut.
Während er Kei weiter gemächlich und innig küsste, kratzte er sachte mit einer Hand auf seinem Bauch entlang und schob sie dann unter Keis Hosenbund, um ihm die Jeans hinunterzuschieben. Das war allerdings etwas schwieriger, weil er selbst halb darauf lag und die Hose außerdem ziemlich eng war. Kei war so frei, sein Becken etwas anzuheben, damit Colin es mit seiner Hose leichter hatte, während er dem Kleineren die Schlafanzughose so weit herunter schob, wie ihm das gerade möglich war, ohne seine Position großartig zu ändern. Colin setzte sich auf und trat dabei seine Hose weg. Dann zog er Keis Jeans herunter. Er wirkte weniger schüchtern als vorher, dafür hauptsächlich entschlossen, wie er Kei fasziniert musterte. Kei entledigte sich seiner Hose mit einem Tritt in die Luft und küsste Colin wieder, nachdem er sich leicht aufgesetzt hatte.
Plötzlich musste Colin grinsen. „You can kiss me in the moonlight, on the rooftop under the sky, oh,“ sang er leise, „you can kiss me with the windows open while the rain comes pouring inside, oh, kiss me in sweet slow motion, let's let everything slide...“
Das brachte auch Kei zum Grinsen. Mit der rechten Hand hielt er Colin im Nacken fest und vertiefte den Kuss ein wenig.
„You've got mfl-“ Der Rest wurde weggeküsst und versickerte im Nirvana. Colins Hände strichen von Keis Hals ziellos über seine Schultern, Rücken, Brust und Bauch und er wagte sich noch zwischen seine Beine. Er befühlte und rieb Keis Halbständer sanft und war auf dessen Reaktion gespannt. Diese war ein Gefallen bekundendes Geräusch, ein nicht allzu lautes. Er biss Colin leicht grinsend auf die Unterlippe.
„Hm.“ Das war genug Ermutigung. Colin machte selbstsicherer damit weiter, nachdem er noch dichter herangerutscht war. Das ist Multitasking, dachte er abwesend, als Keis Zunge ihn wieder ablenkte. Und er fühlte sich so besoffen.
Kei verlagerte sein Gewicht so, dass er den linken Arm nicht mehr zum Aufstützen brauchte um es dem Kleineren gleichzutun. Den Kuss hielt er dabei aufrecht.
Oh my god, fuhr es dem Jungen halbschockiert durch den Kopf, und unnötigerweise You sure you wanna touch me there? Das war so merkwürdig und er musste verzückt seufzen und sich gierig gegen Keis Hand bewegen.
Yeah. Kei sprach diesen Kommentar nicht laut aus. Colin würde ihn nur schlagen dafür. Das musste jetzt nicht sein. Er bewegte seine Hand ein wenig schneller. Der Vampir war auch nicht wirklich gut darin, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun und so ließ er Colins Gesicht erst einmal in Ruhe. Es klebte trotzdem weiter auf seinem. Colin konnte sich zwar auf nichts anderes konzentrieren als das, was seine und Keis Hände da taten, aber Keis Lippen brauchte er dennoch, auch wenn sein Atem und sein Puls unregelmäßig rasten und er nichts mit ihnen anfangen konnte.
„Hm, wait,“ flüsterte er und ließ Kei los. Der ließ ihn auch gehen, etwas widerwillig, und sah fragend in dessen Gesicht. Um sie herum war es so ruhig, dass er den Herzschlag des Kleineren hören konnte.
Colin nahm nicht wahr, dass nach dem Lied von Faith Hill, das er kurz leise mitgesungen hatte, die Musik ausgegangen war. Er kroch über das riesige Bett zum Nachtschrank, um die Kondomschachtel und die Gleitgeltube aus der Schublade zu nehmen, die er während Keis kurzer Abwesenheit darin verstaut hatte. Die Schachtel warf er achtlos neben sich auf das Kissen.
In der Zeit, die Colin brauchte um das Zeug aus der Schublade zu nehmen, machte Kei die Musik wieder an und war so frei, die Zufallswiedergabe einzuschalten, damit sie nicht wieder einfach ausging. Colin fummelte ein Kondompäckchen heraus und schnupperte an dem Gel, während er da kniete und gespannt wie ein Flitzebogen wartete, Tube in der Hand und Kei erwartungsvoll anstarrend.
Kei kehrte, als er mit der Stereoanlage zufrieden war, zu Colin zurück und begegnete dessen Starren mit einem Blick, der eine Mischung aus einem freundlichen Lächeln und einem leicht dreckigen Grinsen war. Er wollte gar nicht wissen, was Colin erwartete. Im Augenblick fand er es gut, dass die Gedanken seines Freundes nicht ständig in seinem Kopf herumschwirrten. Der Vampir setzte sich neben dem Kleineren aufs Bett und küsste ihn, wobei er ihm Kondom und Gleitgelpackung abnahm.
„Oh, gu-“ -ut, mach du das... Colin erwiderte den Kuss begeistert, mit einem schaumigen Wohlgefühl überall.
Kei ließ die Gleitgeltube neben sich fallen, nachdem er festgestellt hatte, dass Kondompackungen öffnen mit einer Hand doch etwas mehr Geschick erforderte als er fähig war aufzubringen und drückte Colin leicht aber bestimmt nach hinten, ohne von ihm abzulassen. Der lehnte sich zurück, auf seine Hände, sodass er immer noch saß, und zog den Kopf zurück, um Kei zuzusehen.
Kei betrachtete Colin mit einem Blick, der vermuten ließ, dass er Colin entweder auffressen wollte, oder er ein Junkie war, dem man gerade Stoff für den nächsten Trip gegeben hatte. Dieser wilde Raubtierblick war Colin zwar unheimlich, weshalb er noch ein Stück zurückrutschte, aber er machte ihn auch zu sehr an, um ihm wirklich Furcht einzujagen. Er begegnete ihm mit einem eigenen entschlossenen Blick, der allerdings dadurch etwas an Wirkung verlor, dass er schwer atmete und auf seiner Lippe kaute.
Kei grinste leicht und beobachtete Colin. Eigentlich könnte er das den ganzen Tag machen, weil es amüsant war, ihm dabei zuzusehen. Nur jetzt gerade wollte er das nicht ewig. Er öffnete die Plastikhülle des Kondoms und küsste den Kleineren grinsend.
Mit einem brennenden Gefühl hinter den Augen erwiderte Colin den Kuss hastig und fiel beinahe rückwärts aufs Bett, weil er Kei wieder anfassen wollte und sich so nicht mehr aufstützen konnte. Mit einer ungeduldigen Hand strich er über Keis Wange und Hals, während die andere fast zitternd unter ihm nachgab.
Kei legte das Gummi zur Seite um mit einer Hand die Gleitgeltube zu befingern - mit dem Zweck sie zu öffnen. Erfolg. Er öffnete die Tube ohne wieder von Colin ablassen zu müssen und lehnte sich über ihn. Die freie Hand benutzte er zum Abstützen um nicht auf ihn zu fallen, doch Colin legte beide Arme um seinen Nacken und ließ sich selbst nach hinten fallen. Was dazu führte, dass Kei nicht viel anderes übrig blieb als auf Colin zu landen. Der küsste ihn bloß gierig weiter mit Zunge und Zähnen und hakte seine Beine um Keis, damit der blieb wo er war und Colins Beckenbewegungen nicht ins Leere stießen. Grinsend beschmierte Kei einhändig seine rechte Hand mit dem durchsichtigen, glitschigen Zeug. Das war etwas umständlich, aber machbar, sogar ohne Colins Bettzeug damit zu versauen - nicht dass ihm sonderlich daran gelegen wäre, Colins Bett sauber zu lassen. Er kam Colins kurzen, hastigen Stößen mit eigenen entgegen, während derer er mit zwei Fingern in den Kleineren eindrang.
Oh, really now- Colin wusste, dass ihn das nicht so überraschen sollte. Er hielt trotzdem stirnrunzelnd die Luft an. Körperlich war es nur leicht unangenehm. Die Peinlichkeit dieser ganzen Geschichte überwog einfach. Er hielt Kei fest bei sich, damit er ihm nicht ins Gesicht sehen musste. Anstatt ihn weiter zu küssen, leckte er sich jedoch nur selbst verlegen die Lippen. Kei grinste und bewegte seine Hand ein bisschen, nebenbei hinterließ er leichte Bissspuren an Colins Hals. Die Bisse ließen Colin leise aufstöhnen, oder er konnte es gut darauf schieben, in seinem eigenen Kopf, ohne sich einzugestehen, dass Keis Finger schuld waren. Er kratzte sanft auf Keis bunten Schultern und Rücken herum. Mit den Beinen konnte er ihn jetzt nicht mehr festhalten.
Kei führte sein Tun noch eine kleine Weile fort, man konnte meinen, er hätte ein Muster aus kleinen Verletzungen auf Colins Hals hinterlassen wollen. Doch kaum dass er damit fertig war, waren die ersten auch schon wieder verheilt. Leise stöhnend stemmte Colin sich in die dicke, weiche Decke, Keis Hand entgegen. Er hatte ihn losgelassen und krallte sich nun in die Decke. Zwischen ihnen wurde es ein wenig glitschig, als Colins Eichel etwas zu tropfen begann. Kei küsste den Kleineren und biss ihm beinahe zärtlich auf die Unterlippe der daraufhin mit einem leisen Geräusch seufzte, das ihm peinlich gewesen wäre, wenn er noch geradeaus hätte denken können. Die Musik und Kei auf ihm lenkten ihn davon ab, während er langsam zurückküsste und sich unter ihm wand. Vor seinem inneren Auge erschien ein bescheuertes Gänseblümchen, das Blütenblätter fallenließ.
He loves me, he loves me not, he loves me, he loves me not, he loves me-
Kei ließ von Colin ab, um sich des Gummis anzunehmen. Im ersten Moment entfuhr Colin noch ein hilfloses Seufzen vor verzweifelter Enttäuschung, dann versuchte er, sich aufzurichten um zu sehen, was Kei machte, gab das aber gleich wieder auf und ließ sich wieder zurückfallen. Er wischte sich über das Gesicht. Seine Hände waren etwas kühler als seine brennenden Wangen. Seine Beine bewegten sich von selbst, um möglichst viel von Kei zu berühren, der da zwischen ihnen kniete und er musste so dringend angefasst werden.
Kei ließ Colin nicht lange Zeit enttäuscht zu sein, was überhaupt nur der Tatsache geschuldet war, dass man Kondome nicht einhändig aus der Verpackung nehmen konnte. Nach dem Überziehen beugte er sich wieder über den Kleineren, küsste ihn und ersetzte seine Finger nicht besonders vorsichtig durch sein Geschlecht.
Holy shit it's happening now- fuhr es Colin zuerst siedendheiß durch den Kopf. Doch weil Kei sich und ihm kein bisschen Zeit ließ, trieb ihm ein stechender, rauher Schmerz und schließlich ein merkwürdiges Schwindelgefühl alle Gedanken aus und er zitterte nur stöhnend und biss Kei versehentlich auf die Lippe. HOLY SHIT. Das war besser als – besser als – Geigespielen.
Es wäre zwar genug Zeit vorhanden gewesen um vorsichtig zu sein, nur kam Kei das nicht in den Sinn. Wenn er irgendetwas gerade nicht brauchte - Colin offensichtlich auch nicht - war das vorsichtiges Zögern. Ohne Colin sich an dieses Ausgefülltsein gewöhnen zu lassen, begann er sich zu bewegen. Gierig bewegte er sich etwas schneller, wobei seine Stöße zunehmend härter wurden.
Ow, fuck- Der rauhe Schmerz blieb und nahm zu. Das andere, gute Gefühl aber auch. Um Kei nicht den Rücken oder die Arme zu zerkratzen, raufte Colin sich Teile der Decke über seinem Kopf zusammen, den er schluchzend darin vergrub. Er hatte Schwierigkeiten zu atmen. Immer wenn er Luft holte, trieb Kei sie ihm wieder aus. Und er hoffte abwesend, dass Kei ihm nicht genau ins Gesicht sah, denn er wusste, dass er weinte, wollte aber nicht, dass Kei aufhörte.
Eigentlich schon, aber eigentlich nicht.
Kei hatte die Augen halb geschlossen und führte eher mehr als weniger rücksichtslos fort, was er tat. Colin dabei anzusehen gelang ihm nicht wirklich. War ihm auch egal.
Colin konnte sein Zucken und Zittern nicht kontrollieren, oder sein Stöhnen, das allmählich zu leisen Schreien wurde, also rupfte er sich die Decke über das Gesicht, um hineinzubeißen. Er merkte nicht einmal, wie er kam. Nur, dass er sich wie in einer perversen Version von Elektroschocktherapie vorkam.
Kei kam stöhnend eine kleine Weile nach Colin, dessen Gesicht er nun doch gern gesehen hätte. Zu hören, was der Kleinere verlauten ließ, war allerdings ebenso gut. Sein Kopf war nicht weit von Colins Schutzschilddecke entfernt. Berauscht lächelnd und schwer atmend ließ er sich auf Colin sinken und zog sie ihm vom Gesicht.
Der zuckte und zitterte noch und atmete schwer. Er verlor seinen Griff in das feuchte Bündel auf seinem Gesicht aber ließ es einfach wegrutschen. Luft war auch gut, und jetzt da Kei stillhielt, konnte er vielleicht aufatmen und aufhören, so unkontrolliert zu schluchzen. Kraftlos wischte er sich mit einem Unterarm über das nasse Gesicht, weil der gerade so praktisch da in der Nähe war, und ließ ihn dann auch über seinem Kopf liegen. Kei vergrub sein Gesicht in Colins Halsbeuge und blieb luftholend auf ihm liegen. Mit einer Hand strich er ihm leicht übers Gesicht.
„Du - hast - Das war - nicht - nett,“ schluchzte Colin atemlos. Er schien aber bloß erschöpft zu sein. Immerhin weinte er nicht mehr. Right. Anything else I'd like to embarrass myself with?
„Sag bloß, du hast Nettigkeiten von mir erwartet,“ nuschelte Kei leise in Colins Halsbeuge.
Ja, habe ich! rief er in Gedanken, weil er seiner Stimme jetzt nichts mehr zutraute, und hoffte, dass das bei Kei ankam. Das hat wehgetan! Er wollte Kei von sich runterschubsen, fand aber nicht einmal die Energie, seine Arme überhaupt zu heben.
„Klang nicht danach, als hätte dich das groß gestört.“ Keis Gesicht zierte ein leichtes Grinsen.
„Are you - fucking - kidding - Get off!“ Nun schaffte Colin es, Keis Schulter zu schlagen. Der blieb einfach unbeeindruckt liegen und schmunzelte. Colin gab sich die Zeit, um seine Atmung noch etwas zu beruhigen. „Haben wir das immer so gemacht?“ fragte er schließlich heiser.
„Weniger romantisch,“ kommentierte Kei. Colin machte ein säuerliches Gesicht, das Kei nicht sehen konnte.
„Das war nicht romantisch,“ brummte er. „Das war brutal.“
„Ich meinte die Umgebung.“ Er machte eine kleine Pause. Im Vergleich zu Colins wirklichem ersten Mal und Sex neben der Leiche seines Vaters war das schon romantisch. Mit Kerzen und Musik. „Es hat dir gefallen.“
„... Am Anfang. Ja...“ gab Colin leise zu. „Danach... Das machen wir nicht nochmal,“ murmelte er. Dass es vielleicht etwas leichtsinnig war, das jetzt zu sagen, während Kei noch wie ein heißer, nasser Baumstamm in ihm steckte, fiel ihm zu spät ein. Kei schmunzelte bloß.
Das klang ganz anders. Du kannst mir erzählen, was du willst.
Als Kei nicht zu reagieren schien, fragte Colin zaghaft: „War ich ein Masochist?“ und schämte sich gleich für die bescheuert klingende Frage.
„Scheinst du immer noch zu sein.“ Kei grinste ein bisschen.
„... Du kannst mich mal,“ sagte Colin matt. Ihm fiel nichts besseres ein.
„Immer gerne,“ entgegnete Kei leise.
Nur weil er immer noch in dieser Hormonsuppe schwamm, traute Colin sich, folgendes laut auszusprechen: „Wann habe ich gesagt, dass ich gut finde, was du machst? 'Oh yeah baby fick mich, härter, tiefer, schneller' - Habe ich das irgendwann gesagt, huh?“ sagte er heiser. Herausfordernd. Des Nachdrucks wegen schlug er Kei nochmal auf den Oberarm.
„Nicht wörtlich.“ Kei grinste. Hast du, nur nicht heute.
„Also habe ichs nicht gesagt!“
Kei lachte ein bisschen. „Und wenn du wieder laufen kannst, kommst du an und sagst 'Mach das nochmal'.“
Colin rutschte herum und schob Kei halb von sich herunter - sodass er aus ihm herausrutschte - um ihn zu ohrfeigen. Kei fing seine Hand grinsend ab. „Zu langsam.“
Colin holte Luft und funkelte Kei wütend an. „Raus,“ sagte er heiser.
„Bist du sauer? Ich wollte nicht, dass du sauer wirst.“
„Bin ich-“ Er starrte Kei ungläubig an und vergaß darüber, seine Hand zurückzuziehen. „Das hat scheißewehgetan und du machst bloß Witze! Ich dachte du hättest kapiert, was ich von dir will und dann machst du – SOWAS! Ist ja kein Wunder, dass ich wahnsinnig geworden bin!“
„'Tschuldigung.“ Hey! das war nicht meine Schuld!
„'Entschuldigung'?! Ernsthaft?“ Er schubste Kei. „Ich war so kurz davor -“ Er zeigte 'ein bisschen' mit Daumen und Zeigefinger und sah Kei dann wieder böse an, nur um sich auf die Zunge zu beißen, damit er den Satz nicht beenden musste. Er schien vergessen zu haben dass 'sozial' oder 'Menschen verstehen' nicht zu Keis Qualitäten gehörten.
Mir eine zu scheuern? Mich gern zu haben? Mich aus dem Fenster zu schmeißen? Kei musterte den Kleineren.
Mich in dich zu verlieben.
Kei musterte Colin weiterhin. Einfach mal den Mund halten zu können würde ihn aus einer Menge Mist heraushalten. Colin sah ihn nicht direkt an und guckte dafür schamvoll irgendwo unter seinem Gesicht herum. Nackter Kei war aber nicht sehr hilfreich beim Nicht-verlegen-werden, und so kaute er sich nur weiter auf der Zunge herum und hoffte, dass seine sehr warmen Wangen nicht so rot waren wie sie sich anfühlten. Er steckte sich eine Locke hinters Ohr.
„... Ich werde nicht sagen 'Mach das nochmal',“ murmelte er. „'Mach das anders' vielleicht.“
Kei rollte sich auf die Seite. Er lächelte leicht und nahm die Hand mit der Colin ihn gerade noch hatte schlagen wollen. Colin ließ ihn, aber konnte ihn nicht direkt ansehen. Kei schloss die Augen und behielt Colins Hand in seiner. Colin drehte sich auf die Seite, auf Kei zu, und musterte ihn stumm.
Der lächelte und schien fast zu schlafen.
Nach einer Weile machte auch Colin die Augen zu und driftete weg.

Tuesday, February 23, 2016

Kei + Colin LXIX: Genug erzählt


„Nein? Wie nennt man das dann?“
„Was?“ Darin, sich ahnungslos zu geben, war Akira immer noch Meister. Er sah Kei offen an.
„Mich solange anzuschauen, dass man nicht bemerkt, dass die Kippe runterbrennt,“ entgegnete der ruhig grinsend.
„Pff...“ Mit einem beinahe verlegenen Schmunzeln wandte Akira seinen Blick auf den Fußboden. Dann zuckte er mit den Schultern. „Du hast da was kleben.“
Kei schaute hin. „Wo?“
Akira beugte sich zu ihm und biss ihm kurz sachte in den Unterarm.
„Spucke. Da.“ Er zeigte drauf. Kei grinste wieder.
„Wie konnte ich das nur übersehen.“
Mit einem grinsenden ‚Wenn ich das nur wüsste‘-Ausdruck hob Akira die Hände. Kei schaute ihn mit einem ‚Ja ne, is klar‘-Ausdruck an.
„Soll ich‘s wegmachen?“ bot Akira hilfsbereit an.
„Ja.“
Akira beugte sich nochmal hinüber und leckte die Stelle ab.
„So.“
„Danke.“ Kei zog ihn ein Stück hoch und küsste ihn. Selbstgefällig lächelnd erwiderte Akira den Kuss. Kei vertiefte ihn und drückte Akira ein Stück Richtung Matratze. Der lehnte sich bereitwillig zurück, aber nur weit genug, um sich bequem auf die Hände zu stützen. Weiter wollte Kei ihn auch gar nicht haben, das reichte völlig.
Akira zog den Kopf leicht zurück. Kei ließ ihn und schaute ihn daraufhin einfach nur abwartend an.
„Du hast da noch was,“ sagte Akira leise und küsste seinen Hals.
„Dann machs weg,“ kommentierte Kei grinsend und stützte sich mit einer Hand auf den Boden.
„Geht nicht,“ murmelte Akira auf Keis Haut und küsste sie weiter. Sie war noch voller Meersalz. Keis Grinsen wollte nicht mehr wirklich verschwinden.
„Da bin ich mir noch nicht sicher.“
„Ich aber. Das geht nicht weg,“ erklärte Akira Keis Kehle.
„So'n Mist.“
„Och, ich glaub nicht, dass dir das was ausmacht.“ Die weiche Stelle unter Keis Ohr schien richtig lecker zu sein. „Das hast du da schon eine ganze Weile hängen.“
„Du hast mich ertappt. Was?“
„Mich,“ antwortete Akira, während er zärtlich zubiss.
Daraufhin grinste Kei genüsslich. „Das stört mich wirklich nicht.“
„Gut. Es geht nämlich wirklich nicht ab.“ Akira zog den Kopf zurück und sah Kei bierernst an. „Ich habe alles versucht,“ sagte er mit einem hilflosen Schulterzucken.
„Jetzt ist es weg,“ sagte Kei und klang dabei absichtlich beinahe schon traurig.
Akira lachte. Mit der Zungenspitze zwischen den Zähnen ließ er eine Hand unter Keis T-shirt kriechen.
„Oh guck, es ist nur verrutscht.“
Kei lachte daraufhin etwas. „Du hast Recht, wie geht das?“
„Ich habe keine Ahnung,“ flüsterte Akira mit geweiteten Augen. Seine Hand kratzte leicht und langsam über Keis Bauch.
„Du musst es aber wissen,“ entgegnete der mit zufrieden-genüsslichem Gesichtsausdruck.
„Warum?“ lachte Akira. „Also ich weiß ja, dass ich hier das Superbrain bin, aber alles weiß ich auch nicht.“ Das süffisante Grinsen war keine Absicht, es kam von ganz allein. Kei grinste noch immer leicht.
„Du bist Schuld daran, also musst du wissen, warum.“
Akira lachte leise. Seine Hand wanderte gemächlich auf Keis Rücken.
„So ein Quatsch. Du bist Schuld.“
„Ich? Wieso ich jetzt auf einmal?“ Kei lachte immer noch ein bisschen.
„Wer hat sich wem an den Hals geworfen?“ entgegnete Akira mit hochgezogener Augenbraue. Keis T-shirt wanderte etwas weiter nach oben.
„Geworfen würde ich das jetzt nicht nennen.“
Akira lachte. Puh, gut dass er nicht ‚Na du dich mir‘ gesagt hat.
Kei lachte ebenfalls.
„Du hast dir das hier trotzdem selbst zuzuschreiben,“ sagte Akira herablassend nickend. Er kratzte langsam über Keis Brust.
„Schuldig im Sinne der Anklage.“ Kei küsste ihn auf die Stirn.
„Na toll, jetzt hab ichs im Gesicht kleben.“ Er zog seine Hand zurück, um sich damit demonstrativ über die Stirn zu wischen. Kei gab ein leises Lachen von sich.
„Gern geschehen.“
Akira wechselte seine Stützhand und fuhr damit fort, Kei zu befummeln. Der tat mit seiner freien Hand ähnliches und machte sich an Akiras Kleidern zu schaffen. Akiras Hand kroch unterdessen zu Keis Hosenbund und öffnete den Knopf. Kei saß so, dass es gar nicht schwer war, ihn seiner Sachen zu entledigen. Geschickt öffnete er mit links Akiras Hose, ihm einhändig das Hemd über den Kopf zu ziehen, war zu umständlich. Dafür setzte Akira sich wieder auf, was ihn unweigerlich Kei verdammt nahe brachte. Er zog sich das T-shirt aus, ließ es einfach fallen und schob dann Keis Hemd hoch. Keis Mund war ihm zu nah. Den küsste er, zärtlich aber weniger geduldig als zuvor. Kei erwiderte den Kuss und hockte da ziemlich unbequem, aber das störte ihn momentan nicht sehr. Nachdem er Akiras Hosen beiseite gelegt/geworfen hatte, beugte Kei sich ein Stück runter und widmete sich wieder den Lippen seines Freundes.
Zuerst hielt Akira ihn beim Nacken, dann strich seine Hand über seinen Hals und er schien sich nicht entscheiden zu können, was und wie lange und wie er ihn wo anfassen wollte, bis er schließlich wieder bei Keis Hosenbund angelangt war, unter den er seine Hand schob. Kei positionierte sich bequemer, sodass zum einen Akiras Hand mehr Platz in seiner Hose hatte, und er zum anderen nicht mehr zusammengeknüllt dasaß. Das sorgte auch dafür, dass er mit der freien Hand, die er nicht zum Abstützen gebrauchte, besser an Akiras Oberkörper herankam, über den er seine Hand wandern ließ. Akira brach den Kuss ab um sich hinzulegen und öffnete eilig Keis Hose. Mit Händen und Knien schob er sie herunter. Der Vampir war so freundlich ihm dabei zu helfen und schob seine Hose nach dem Ausziehen woanders hin. Danach küsste er ihn wieder.
Akira versuchte, sich wieder etwas aufzusetzen und schob an Keis Schulter. Kei schaute ihn beim langsamen Zurückfallen fragend an.
That I could be on top doesn't even cross his mind, dachte Akira amüsiert, während er sich mit einem ebensolchen Lächeln aufsetzte und nun mit beiden flachen Händen nachdrücklicher wurde.
Kei grinste leicht und gab dem Kleineren nach einem Weilchen nach, zog ihn aber mit sich nach unten und küsste ihn. Akira kroch rittlings auf ihn und sorgte für möglichst viel Körperkontakt, während er weiter genüsslich an Keis Lippen nagte und saugte.
I wanted to stay here much longer...
Kei vertiefte den Kuss weiter, während er Akira im Nacken festhielt. Sein Kopf lag auf seinem T-shirt, aber das bemerkte er gar nicht. Mit der freien Hand hinterließ er Kratzspuren auf Akiras Rücken. Leise stöhnte Akira in den Kuss, biss Kei etwas auf die Lippe und begann unwillkürlich damit, sich an ihm zu reiben. Kei war selber nicht besonders geduldig, wo doch sein Gehirn nicht mehr gut genug durchblutet war, um ihn darauf zu bringen, Akira noch länger warten zu lassen. Grinsend biss Kei dem Kleineren auf die Lippe, während er in ihn eindrang. Zwischen ein paar der Bretter des Schuppens fiel ein bisschen Mondlicht, was den Raum aber nicht wirklich erhellte.
Langsam und vorsichtig setzte Akira sich auf, nachdem er Kei noch einmal unsauber geküsst hatte. Auf Keis Gesicht war ein leicht versautes Grinsen und nur leicht geöffnete blaue Augen zu sehen, eigentlich sah man fast nur das Blau, da das Mondlicht nicht besonders stark war.
Dem Vampir schien seine Lage zu gefallen. Er begann damit, sich leicht gegen den Kleineren zu bewegen und beobachtete ihn mehr oder weniger unauffällig. Akira hatte die Augen geschlossen und nahm außer Kei in ihm, Keis Händen auf ihm und der kratzenden Musik aus dem Radio nichts wahr.
Keis Bewegungen wurden allmählich schneller, drängender. Die Musik hörte er kaum, er beachtete sie auch nicht. Mittlerweile schämte Akira sich nicht mehr für sein Stöhnen in solchen Momenten. Er war sich sicher, dass es seinem Wahnsinnigen mindestens egal war, wenn nicht sogar gefiel. Mit beiden Händen stützte er sich auf ihn, und er hob sich auf den Knien ein bisschen, um Kei unten zu halten und seine Stöße abzumildern. Das funktionierte sogar, wenn auch nur ein bisschen.
Kei war nicht egal, was sein Freund von sich gab, er nahm es eher mit Freuden wahr. Er selbst war nicht besonders laut, trotzdem würde man sie beide hören, wenn man sich denn in ihre Nähe verlaufen würde.
Als Kei etwas ruhiger zu werden schien, ließ Akira ihn wieder los.
„Heh...“ Er musste benebelt lächeln, als er im Zwielicht den blauen Schimmer aus Keis Augen sah.
Kei hatte mehr ein Grinsen im Gesicht als ein Lächeln und blickte in etwa so drein wie ein Heroinjunkie nach einem Schuss. Etwas langsamer und sanfter bewegte er sich weiter gegen Akira und ließ es nicht bleiben, ihn anzusehen. Akira kämpfte gegen den Drang an, die Augen wieder zu schließen, und sah Kei weiter berauscht an. Schwer atmend begegnete er seinen Bewegungen. Er war angespannt, aber schien es nicht eilig zu haben, fertig zu werden.
Kei auch nicht. Immerhin war dies wahrscheinlich ihre letzte Nacht in Brasilien und die musste ausgenutzt werden.
Mal erwiderte der Vampir Akiras Blick, mal hatte er die Augen zu, was blieb war der Rauschausdruck in seinem Gesicht. Allmählich wurden seine Stöße wieder schneller und härter, wenn auch nur ein bisschen.
Nun wurde Akira sich selbst doch etwas zu laut - er begann auf seiner Unterlippe zu kauen, um dem entgegenzuwirken, während er sich nun selbst anfasste. Der Vampir wurde noch etwas schneller, seine rechte Hand krallte sich dabei in Akiras Hüfte.
„Hng - wait, no - slow down...“
Einen Moment später kam Kei seines Freundes Begehren nach und wurde wieder etwas langsamer, er sah ihn aus halb geöffneten Augen an.
„Hah... hast du dein Messer?“ Was Akira meinte, war, ob das Messer in Reichweite war.
„Hosentasche...“ mit der nicht Akira festhaltenden Hand griff er nach seiner Hose. „Wofür?“ fragte er leise, als er das Messer aus der Tasche zog um es dem Kleineren zu geben. Der nahm es, ließ es aufschnappen und hielt es wieder Kei hin, mit dem Griff voran. Dabei deutete er mit dem Zeigefinger auf seine Brust.
Das brachte ihm ein versaut-tödliches Grinsen seitens Kei ein, der das Messer wieder an sich nahm. Er hielt es fast wie einen Stift und begann damit, im Rythmus seiner Stöße, seinem Freund Schnittwundenmuster zuzufügen.
Bei den ersten Malen zuckte Akira noch zusammen und stöhnte leise auf, aber bald wandelten sich sein Gesichtsausdruck und seine Stimme wieder in Rausch und Erregung und er vergaß schnell, bei seinen Bewegungen gegen Kei darauf zu achten, dass ihm vielleicht die Klinge ausrutschen könnte. Er fasste sich wieder an, diesmal sehr ungeduldig, und stützte sich mit der freien Hand wieder auf Keis Brust, wo er sich mit den Fingernägeln festkrallte.
Kei wurde ebenfalls langsam ungeduldig und seine messerführende Hand achtete auch nicht mehr darauf was sie tat, und so wurden die Schnitte tiefer und das Muster unordentlich. Seine Stöße wurden noch etwas härter und seine andere Hand krallte sich tiefer in das Fleisch an Akiras Hüfte.
„Hah...“ Akiras Stöhnen klang nun etwas verzweifelter. Plötzlich beugte er sich ohne Vorwarnung hinunter.
Keis Messer stach in Akiras Oberkörper, was Blut fließen ließ. Der Vampir merkte das kaum. Nur seine Hand wurde warm. Doch stören tat ihn das nicht, er wurde noch ein wenig schneller und vergaß fast, dass er gerade seinen Freund eigentlich abgestochen haben müsste. Akira zuckte zusammen und machte ein ersticktes, schmerzerfülltes Geräusch, packte dann Keis Messerhand und drückte sie weg, um sich tiefer zu ihm hinunterzubeugen. Kei ließ das Messer los, sodass es herunterfiel und küsste den Kleineren grinsend. Der erwiderte den Kuss nur kurz, bevor er sich Keis Ohr zuwandte.
„Come,“ flüsterte er schwer atmend und biss zu.
Das ließ er sich nicht zweimal sagen. Nach nicht allzu vielen Sekunden kam er mit völlig benebeltem Gesicht und lautem Stöhnen, das bald darauf zu schwerem Atmen wurde. Akira küsste seinen Hals und leckte etwas von seinem eigenen Blut auf, das dort entlangrann. Er behielt sein Gesicht dort vergraben und hielt Kei bei den Haaren, an denen er unwillkürlich etwas zog, als ihm seine letzten harten Stöße den Rest gaben. Was auch immer er dabei unartikuliertes von sich gab, dämpfte er ab indem er in Keis Hals biss.
Kei legte einen Arm um ihn und hielt ihn im Nacken fest, damit er blieb, wo er war. Sein Gesicht zuckte etwas zusammen, als Akira ihn biss.
Schmerzen. Da war ja was. Die spürte er zwar nicht besonders stark, aber er nahm sie wahr. Akira ließ seinen Hals kurz darauf wieder gehen. Heiß und feucht atmete er schwer auf Keis nassen Hals und blieb auf ihm liegen.
Kei blieb, nachdem er sich beruhigt hatte, liegen wie er war und hielt seinen Freund weiterhin fest. Dessen Herz schlug schnell und pumpte hastig weiter kleine Schlucke Blut zwischen sie.
„Wehe dir du gehst jetzt drauf,“ gab Kei leise von sich und machte keine Anstalten, Akira loszulassen.
„Warum sollte ich jetzt draufgehen?“ flüsterte Akira unter seinem Ohr.
„Weil du verdammt viel Blut verlierst.“
Akira lachte leise und biss ihm sachte ins Ohr.
„Wenn du von mir trinkst, ist das gefährlicher.“
„Nur bedingt.“ Kei lachte ebenfalls, während er ihn weiter festhielt. Er hatte nicht wirklich vor, ihn loszulassen. Abhauen, was sie ja eigentlich vorhatten, konnten sie ein bisschen später auch noch.
„Ach was... wir können nicht mehr sterben. Hey-“ Akira hob ein bisschen den Kopf. Keis Griff ließ nicht viel mehr zu, als ihn ein bisschen zu drehen.
„Ach ja. Naja, das wissen wir nicht, ich hab's noch nicht wieder versucht.“ Der Vampir küsste Akira kurz.
„Hm-“ Akira zog den Kopf weg und sah Kei ernst an. „Was, wenn wir doch noch sterben können, aber nur wenn wir‘s selber machen? Oder gegenseitig?“
Kei lachte. „Dann bringen wir uns halt nicht um.“
„Aye, sir. Ich versuch‘s. Seit Chile ist es jedenfalls nicht mehr vorgekommen.“
„Ich hinder dich eh daran.“
Akira nickte. „Dann fessel mich zum Schlafen am besten. Dann musst du mich nicht die ganze Zeit bewachen.“ Er schmunzelte dreckig.
„Das lässt sich einrichten, aber ich bin mir nicht sicher, ob du dann wirklich viel Schlaf bekommst.“ Auch der Vampir grinste.
„Warum? Bin ich ein Schlafarmwedler?“
„Nein.“ Kei grinste dreckig. „Das erfährst du dann.“
Akira hob die Augenbrauen. „Ach, du willst es machen?“
„Mach mir doch die Überraschung nicht kaputt.“ Jetzt schmollte Kei ein wenig. Akira lachte leise.
„Es gibt nicht mehr viel, das mich überraschen könnte.“
So behauptete Akira, und so dachte er auch, bis ihm plötzlich der Gedanke kam, wie Kei mit Blumenstrauß und Ringschachtel in den Händen vor ihm kniete. Er vergrub das Gesicht wieder an Keis blutbeschmiertem Hals und lachte.
In diesem Moment wünschte Kei einmal mehr, dass er Gedanken lesen könnte.
„Woran denkst du?“ wollte er wissen.
Bald würden sie hier los müssen, sehr bald sogar.
„Haha, etwas, das mich überraschen könnte,“ erwiderte Akira belustigt und gab Keis Hals noch einen Kuss. Er hatte nicht die geringste Absicht, sich zu bewegen. Noch nicht.
„Das muss ja was Irrsinniges sein.“ Kei schmunzelte amüsiert und nahm Akira in den Arm. „Wir sollten bald aufbrechen.“
„Ja...“
Gemächlich leckte Akira Keis Hals sauber. Mittlerweile blutete er nicht mehr. Der Stich war nun vermutlich längst verheilt, ohne eine Narbe zu hinterlassen. Diese Regenerationsfähigkeit war zwar ungemein praktisch, doch Akira fand es dennoch manchmal schade, dass es nie bleibende Spuren gab.
Kei ging es da ähnlich, wollte er doch, dass er sehen konnte, was er angestellt hatte. So blieb ihm nichts anderes übrig als seine Spuren häufiger mal zu erneuern. Nur hielten die auch nicht lange. Das war das einzige, was ihm am Untotsein nicht gefiel... Und Akiras Selbstmordanfälle, die aber seit einer ganzen Weile nicht mehr auftraten. Kei machte keine Anstalten, sich zu bewegen, aber das musste er bald, denn es wäre besser, vor dem Sonnenaufgang verschwunden zu sein.

Als Akira nach geraumer Zeit endlich meinte, sich genug an seinem eigenen trocknenden Blut auf Kei gütlich getan zu haben, stützte er sich auf die Hände und kletterte von dem Vampir herunter, bis er neben ihm auf der Seite lag. Er selbst war noch vom Nabel bis zum Hals verschmiert und verkrustet.
Was Kei änderte. Er half dem Kleineren zu gern dabei, das Blut vom Körper zu kriegen, indem er es ableckte, wo es noch nicht getrocknet war.
Wir haben noch ein bisschen Zeit... Es ist noch nicht morgens...
Jetzt müsste man schnurren können, dümpelte es in Akiras Kopf, während er auf einen Ellenbogen gestützt seinem Wahnsinnigen dabei zusah, wie er sich sein Blut schmecken ließ. Zwischendurch konnte er das geisterhafte Leuchten der blauen Augen sehen. Mit der freien Hand strich er ihm langsam durch die Haare. Kei ließ sich Zeit dabei, Akira von dessen Blut zu befreien, während in seinen Gedanken alles mögliche und wieder nichts vor sich ging.
„Hm,“ gab Akira schmunzelnd von sich. Wenn der so weitermacht... „Gut, dass wir‘s überhaupt nicht eilig haben...“ murmelte er und küsste Kei mitten auf den Scheitel.
„Bis zum Morgengrauen kann‘s noch eine Weile dauern,“ entgegnete Kei grinsend, wohl wissend, dass dem nicht so war.
„That's our deadline? I didn't know.“ Akira lächelte warm und rutschte etwas hinunter, um Kei richtig zu küssen.
„Yeah.“ Kei hatte diese Deadline sehr kurzfristig festgelegt, weil er es für sinnvoll hielt, morgens früh aufzubrechen, wenn die Welt noch am Schlafen war. Das war ein Vorteil eines verschlafenen Ferienörtchens gegenüber der Großstadt. Er erwiderte den Kuss lächelnd.
Trotz seiner um Kei geschlungenen Arme und Beine versuchte Akira zu ignorieren, wie sein Körper nach einer zweiten Runde schrie. Er küsste Kei nur wahnsinnig langsam und hielt dafür sein glückliches Grinsen in Schach, das der Anblick von Keis Gesicht und besonders seiner Augen verursachte. Das leichte Zwielicht in den Zwischenräumen der Bretter ihres Verschlags bemerkte er nicht.
Kei ignorierte das leichte kaum wahrnehmbare Dämmern nicht. Einen Moment erhielt der Vampir den Moment noch aufrecht, ehe er sich aufsetzte.
„Wir müssen gleich los.“
Genervt stöhnend ließ Akira sich zurückfallen. Das brachte Kei fast zum Lachen. Betont langsam und schwerfällig erhob Akira sich ebenfalls und stand gleich ganz auf. Dabei streckte er sich ausgiebig. Der Vampir tat es ihm gleich, wobei er dabei etwas verdreht aussah, da er beim Aufstehen nach seinen Kleidungsstücken angelte. Akira pickte sich seine Cargoshorts und das T-shirt aus dem Betthaufen, zog sie an und stopfte dann das meiste Übrige in seinen Rucksack, auf dem er zu guter Letzt noch den Geigenkasten festschnallte. Danach zog er sich Socken und Schuhe an.
Kei zog sich ebenfalls wieder an und hängte sich das Schwert um. Er hatte es lieber bei sich als am Rucksack. Nachdem er seine Stiefel geschnürt und die Kapuze ins Gesicht gezogen hatte, ging er zur Tür.
„Ich mochte es hier.“
„Ich auch. Es war friedlich,“ stimmte Akira zu, während er das Taschenradio ausschaltete und in eine Seitentasche seines Rucksacks schob. Seine buntgestrickte Mütze aufsetzend, ging er hinter Kei hinaus.
Friedlich war eine ganz neue Erfahrung für den jungen Vampir gewesen. Aber auch eine, von der er nicht wollte, dass sie ewig andauerte. Er mochte Aufregung lieber.
Ruhe mit Akira war gut.
Aufregung mit Akira war allerdings entschieden besser, so war er auch froh, bald wieder unterwegs zu sein.

Die Reise dauerte Wochen.
Wie lang genau, war beiden egal, und sie nahmen die Zeit auch nicht wahr. Nachdem sie lange zu Fuß durch Surinam gewandert waren – wahrscheinlich kreuz und quer – hatten sie irgendwann das Glück, auf einen Aussteiger zu treffen, der scheinbar als eine Art Tagelöhner und Wilderer durch den Dschungel reiste. In Begleitung eines jungen Japaners, bemerkenswerterweise. Dieser überredete seinen Muskelberg von Kumpan, der nach eigenen Angaben fahnenflüchtiger US-Soldat war, die beiden Jungs mitzunehmen. So durften sie die Landschaft von Guyana und Venezuela von einem Jeep aus betrachten, mussten ihr Gepäck nicht weiter selbst schleppen und mussten dafür nichts weiter tun, als ihre beiden Gönner Tashio und Ryan mit ihren jeweiligen Muttersprachen und etwas Musik zu unterhalten.

Vor zwei Tagen waren sie auf Kuba angekommen. Die Insel war voll mit Menschen, Touristen und Einheimischen, die den bald enden Sommer genossen und häufig bis in die Morgenstunden feierten. Für Kei war das ein schöner Ort. Der Vampir mochte ein pulsierendes Nachtleben. Aber es war nicht Tokyo. Sein Spanisch war kaum besser geworden, aber auf Kuba kam er mit Englisch weiter als in Südamerika, wie er an der Grenze feststellen konnte.
Akira und er waren vorerst in einer kleinen Herberge abgestiegen, die etwas außerhalb des Stadtzentrums lag. So würden sie nicht so viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, die ungebetene Besucher anlockt – Polizisten zum Beispiel.
Am Abend saß Kei auf dem großen Bett in dem ansonsten nicht sehr großen Raum und sah aus dem Fenster. Er wartete auf Akiras Rückkehr, der mit seinem kaukasischen Erscheinungsbild und US-Pass deutlich weniger auffiel als er selbst und damit auch besser dazu geeignet war, ihre Tabak- und Spirituoseneinkäufe zu erledigen. Außerdem konnte er besser Spanisch, was auch nicht schadete.

Die eben erstandene eiskalte Tequilaflasche wanderte zu den frischen Zitronen in Akiras bunten Strickbeutel, der ihm quer über die Schultern hing, und die Zigarillopackung wurde an Ort und Stelle aufgerissen, während der Händler ihn noch grinsend verabschiedete. Akira erwiderte den Gruß freundlich und rückte seine Strickmütze zurecht, ehe er sich abwandte und sich einen Zigarillo zwischen die Lippen klemmte. Gerade pulte er ein Streichholzbriefchen aus seiner Hosentasche, als er von einem asiatisch aussehenden Mann Mitte vierzig angesprochen wurde.
„Du bist nicht zufällig mit einem jungen Japaner unterwegs?“ fragte der Fremde direkt, blickte dabei freundlich-neutral drein. Er sprach Japanisch. Auf der Straße waren auch zu später Stunde noch viele Menschen unterwegs. Aus Reflex sah Akira sich um, ehe er den Mann genauer musterte und sich betont desinteressiert den Zigarillo anzündete. Oder er versuchte es zumindest, doch die lappenartigen dünnen Streichhölzer wollten nicht so recht mitmachen. Das ruinierte seinen Auftritt ein wenig.
„I'm sorry, I don't understand what you're saying,“ probierte er. Das Lügen hatte er immer noch nicht gelernt, aber immerhin war Englisch seine Muttersprache und wirkte so vielleicht überzeugend genug. Er zuckte mit einem gekonnt unschuldigen Lächeln mit den Schultern. Der Mann reichte ihm ein Feuerzeug und antwortete:
„Ich weiß, dass du Japanisch kannst, ich habe euch gesehen. Ich wollte dich lediglich warnen. Du weißt nicht, mit wem du deine Zeit verbringst.“ Er sprach ruhig und es klang so, als hätte er Akira gerade das Wetter der kommenden Tage mitgeteilt. Auf Akiras Gesicht wurden nun zartes Misstrauen und ein bisschen Neugier sichtbar, als er den Mann weiter musterte.
Einer von Ryujis Leuten?
„Was meinst du damit?“ Trotz des Alters des Mannes hielt er sich nicht mit Höflichkeit auf.
„Ich nehme an, du weißt nicht, was er gemacht hat, bevor ihr euch begegnet seid?“
„Du weißt doch gar nicht, wann wir uns begegnet sind,“ entgegnete der Junge mit einem amüsierten Stirnrunzeln. Er zündete sich den Zigarillo an und reichte dem Mann sein Feuerzeug zurück.
„Ich weiß, wann ich ihn das letzte Mal gesehen habe und das ist schon sehr lange her. Dich kann er erst später getroffen haben, nachdem er ein halbes Yakuzasyndikat zerfetzt hat – mit vierzehn Jahren,“ erklärte der Fremde, nachdem er sein Feuerzeug wieder an sich genommen hatte und musterte den Jungen daraufhin.
Akira blinzelte erstaunt und musste dann grinsen. Er wandte sich zum Gehen, aber so, dass es offensichtlich war, dass er das Gespräch noch nicht als beendet betrachtete.
„Und wer bist du?“ fragte er den Mann.
„Ein alter Bekannter von Sakai. Kein besonders guter. Ein damaliger Mitarbeiter von mir ist für dieses Bild verantwortlich.“ Er zeigte dem Jungen neben ihm hergehend ein Foto, auf dem ein Junge mit blauen Augen zu sehen war – nicht älter als zwölf Jahre. Er hatte Blut am ganzen Körper kleben und trug keine Kleidung. „Vielleicht erkennst du ihn wieder. Er sieht weniger gefährlich aus.“
Akira nahm das Bild. Seine Schritte verlangsamten sich, als er es genau betrachtete.
Wo sieht er weniger gefährlich aus – Jetzt oder auf dem Foto? Aber noch viel wichtiger -
„Warum ist er nackt?“ fragte er ernst.
„Dieses Bild ist unter unschönen Umständen enstanden. Einige Jahre zuvor hatte ihn jemand aufgesammelt und befand es als eine gute Idee, ihn als Spielzeug zu benutzen.“
Der Blick des Jungen auf dem Bild war absolut leer und ließ keine Spur von irgendeinem Gefühl vermuten, nicht einmal von körperlichen Schmerzen, die er gehabt haben musste. Akira sah das Bild genauer an. War das Blut auf ihm Keis eigenes?
Stirnrunzelnd sah er zu dem Mann auf.
Ein Mitarbeiter von ihm, ‚jemand‘ hielt es für eine gute Idee ihn als ‚Spielzeug‘ zu benutzen... Dieser Mann musste etwas damit zu tun gehabt haben.
„Was hast du damals davon gewusst?“ Akira schob sich das Foto in die Hosentasche.
„Teilweise... Ich wusste, dass er den Jungen bei sich hatte und ich wusste, dass er merkwürdige Neigungen hatte. Was er mit Sakai angestellt hat, war ein offenes Geheimnis,“ teilte der Mann Akira mit. Er würde ihm nicht alles erzählen, das er wusste.
Und was er erzählt hatte, reichte Akira schon beinahe. Er bog in einen schwach beleuchteten Pfad zwischen hoch umzäunten Hinterhöfen und Gärten ein, durch den man zu einer Parallelstraße kam.
„Und wovor genau willst du mich jetzt warnen? Vor dem kleinen missbrauchten Jungen, der es geschafft hat, sich zu wehren?“
„Ich wollte nur sichergehen, dass du weißt mit wem du deine Zeit verbringst, der Junge ist mit Vorsicht zu genießen. Richte ihm Grüße aus. Es gibt viele, die seinen Kopf rollen sehen wollen. Oh, und sag ihm, dass er besser seine Schulden zahlen sollte, wenn er an seinem verdammten Leben hängt... oder an deinem.“
Mit diesen Worten ging der Mann wieder seiner Wege und ließ Akira allein.

Kei vertrieb sich die Zeit des Wartens mit einer ausgiebigen Dusche. An deren Ende gesellte Akira sich zu ihm. Das tat er, indem er stumm eintrat, leise die Tür schloss, den Beutel auf den Tisch legte und auf dem Weg zur Dusche, die sich im selben Zimmer wie alles andere befand, nacheinander seine Sandalen, Mütze, T-shirt und Hose auf den Boden fallenließ. Er tastete nach der Öffnung im Duschvorhang und trat mit blutverschmiertem Gesicht und Armen hindurch.
„Du hast ‘ne interessante Definition von Alkohol kaufen,“ kommentierte Kei das blutige Eintreten seines Freundes. Akira trat dicht genug an ihn heran, um unter den Wasserstrahl zu gelangen.
„Ich habe Alkohol gekauft.“ Er wischte sich über das Gesicht und sah Kei an. Dann dachte er an das Foto in seiner Hosentasche. Und dann musste er unwillkürlich daran denken, wie sonderbar es war, dass selbstgerechte, sadistische Schwerkriminelle im mittleren Alter haargenauso schmeckten wie brave Bürger.
„Und auf dem Rückweg hast du dir ‘nen Imbiss genehmigt.“ Kei erwiderte Akiras Blick gelassen und betrachtete das an ihm herunterlaufende Blut. Akira zuckte mit den Schultern.
„Was soll ich sagen, er hat sich mir praktisch angeboten... Sag mal, erinnerst du dich an meine Entführung? Die in La Paz meine ich.“ Er musterte Kei weiter, dicht genug vor ihm stehend, dass er ihn bequem hätte umarmen können. Er selbst sah etwas nachdenklich und sehr ernst aus.
Bilder von den verschiedenen Männern, die er einfach wie am Fließband getötet hatte, gingen ihm durch den Kopf, und die Bilder, die Kei eigentlich vergessen wollte. Die meisten davon.
„Ja, warum?“
„Wie habe ich da ausgesehen?“ Akira drehte sich um und tapste nass zu seiner Hose.
„Blutverschmiert und unter Drogen.“
Mit spitzen Fingern zog Akira das Foto des kleinen Kei aus der Hosentasche, ließ die Hose wieder fallen und hielt es Kei entgegen.
„Ich war nicht ganz beisammen, also bin ich mir nicht sicher wie viele es waren, aber die ersten sechs habe ich mitgezählt.“
Wie viele was? Er weiß doch gar nicht, wovon du redest!
Doch. Der letzte steckte noch fast in mir drin als die Schießerei losging. Er wird ihn gesehen haben.
Akira klang wirklich gelassen. Ruhig und gefasst. Er musterte Kei weiter.
Das wollte Kei nicht wissen, er konnte es sich denken und das reichte ihm. Überrascht strarrte er auf das Foto. Nach einer Pause fragte er leise:
„Wo hast du das her?“
Niemals hätte er damit gerechnet, noch einmal mit diesem Bild konfrontiert zu werden. Nicht, nachdem er mit zwei Schusswaffen und einem Messer jeden lebenden Menschen, den er in diesem Haus gefunden hatte, umgebracht hatte.
„Von einem Japaner, der mich gerade draußen angesprochen hat. Er sagte, er wolle mich vor dir warnen. Du seist mit Vorsicht zu genießen, sagte er. Ich soll dir auch Grüße ausrichten und dir sagen, dass du irgendwas bezahlen sollst, wenn du deinen Kopf behalten willst. Und meinen,“ fügte Akira mit einem kleinen Seitwärtsnicken hinzu. „Das war mein Imbiss.“
Als Kei das Bild nicht anfasste, legte Akira es hinter sich auf den Tisch. „Du musst nicht alles für dich behalten,“ sagte er leise.
„Ich war eigentlich der Meinung, dass von denen keiner mehr übrig ist,“ sagte Kei leise.
Er wollte einiges für sich behalten, aber das schien nicht immer eine gute Idee.
Die können ja versuchen, sich ihr Geld zu holen... Oder mich... Dann ergeht es ihnen wie ihren Freunden damals.
Der Vampir ging nicht weiter auf das Bild ein.
Sie haben eine Drogenparty gefeiert... Viele bewaffnete Männer in einer dunklen Wohnung... Kei wusste nicht mehr, ob es Tag oder Nacht gewesen war oder wie viele Menschen damals wirklich auf dieser Feier waren. Relativ bald nach dieser Aufnahme waren alle von ihnen tot gewesen. Kei hatte an Bargeld alles mitgenommen, was er hatte finden können und einige teure Gegenstände zu Geld gemacht. Die Leichen hatte er einfach liegen lassen.
„Kei.“ Akira sah ihn an. Er drückte seine triefenden Haare aus, ohne seinen Blick abzuwenden.
Der Angesprochene sah Akira direkt an und wartete. Akira wartete auch. Mittlerweile fiel es ihm nicht mehr schwer, diesem außerirdisch blauen Blick standzuhalten, aber verlegen machte er ihn immer. Und sie waren beide nackt und nass.
Egal.
Nicht daran denken.
Irgendwann musste er doch den Mund aufmachen.
Der Vampir stand noch unter dem warmen fließenden Wasser und sah seinen Freund an, nicht musternd sondern eher leicht überfordert. Auch wenn er nicht wollte, dass Akira das mitbekam.
„Verbrenn das Bild,“ sagte er ruhig.
Ohne zu zögern, drehte Akira sich um und zog den Aschenbecher heran, zerriss das Foto und legte die Schnipsel hinein. Dann holte er das unzuverlässige Streichholzbriefchen aus seiner Hosentasche, zündete es an und legte es dazu.
„Du willst mir nichts erzählen?“ fragte er ruhig, während er beobachtete, wie der kleine Papierhaufen Feuer fing.
„Wenn er tot ist, wird er dir genug erzählt haben.“ Auch Kei sprach ruhig.
Und du hast das Bild gesehen... das erzählt genug...
Nachdenklich sah Akira dem Feuer zu und tropfte dabei noch ein bisschen.
Er ist nicht wahnsinnig, weil er ein Vampir ist.
Kei machte nach einer Weile das Wasser aus und nahm sich ein Handtuch um nicht Akiras Beispiel zu folgen und den ganzen Boden vollzutropfen. Aus der Dusche getreten nahm er sich eine Zigarette und zündete sie an.
„Das ist lange her,“ fügte er ruhig hinzu und setzte sich aufs Bett.
So acht, neun Jahre.
Akira setzte sich daneben und nahm sich auch eine Zigarette.
Rauchend sah Kei aus dem Fenster, während er sich fragte, warum der Typ noch bis vorhin am Leben gewesen war und ob noch mehr Yakuza von damals immer noch hinter ihm her waren.
„Was meinte er damit? Damit, dass du deine Schulden begleichen sollst?“ versuchte Akira, als Kei nicht weitersprach. Er setzte den Aschenbecher, in dem die letzten Reste des Fotos glommen, zwischen sie auf die Bettdecke.
„Ich hab‘ diese Penner um einiges Geld erleichtert... was anderes kann ich mir nicht vorstellen...“
„Du hast sie bestohlen? Wie? Warst du nicht gerade mal zehn oder so?“
„Ich war zwölf, aber Tote zu bestehlen ist einfach.“
„Ich kam mir gerade so einfühlsam vor...“ Akira rollte die Augen. Plötzlich kam ihm ein Gedanke. „Glaubst du, dass du -“ Nein, das sollte ich nicht – scheiß drauf. „Glaubst du, dass du darum so brutal bist? Weil sie‘s dir so beigebracht haben?“
Beibringen war eine gute Formulierung, denn erzogen worden war Kei niemals wirklich.
„Möglich.“
Kurz entschlossen nahm Akira Kei die halbe Zigarette aus der Hand und drückte sie zusammen mit seiner aus.
„Hey!“ Kei sah Akira fragend an. Der setzte den Aschenbecher auf den Tisch zurück und rutschte näher.
Kei betrachtete das Gespräch einfach als beendet als von Akira nichts mehr kam und war diesem Umstand tatsächlich dankbar. Er legte einen Arm um Akira und zog ihn an sich. Akira küsste ihn, sanft und langsam.
Der Vampir erwiderte den Kuss wie der andere ihn begonnen hatte. Akiras Hand wanderte langsam und leicht Keis Arm und Schulter hinauf. Er fragte sich, ob Kei auch Blümchensex konnte.
Wahrscheinlich nicht. Mal sehen.
Er streichelte Keis Wange und durch seine nassen Haare. Sie waren mittlerweile schwarz-blond. Das Blau war komplett ausgewaschen. Der Japaner lächelte ein bisschen und zog den Kleineren leicht noch ein Stückchen zu sich. Mit einem warmen Lächeln legte Akira locker die Beine um Kei und zog ihm das Handtuch ab, ehe er ihn wieder küsste, kurz und keusch.
Zwei Jahre. Nach zwei Jahren muss mich ein Fremder auf der Straße anquatschen, damit ich davon erfahre.
Kei vergrub sein Gesicht in Akiras Halsbeuge und rutschte so aufs Bett, dass er ganz darauf saß. Seinen Freund zog er dabei ein bisschen mit.